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Gelsenkirchen; einmal anders gesehen!


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Beitrag Küppersbusch Freitag, 19. 12 2008, 20:03

Gelsenkirchen - einmal so gesehen!


WAZ hat geschrieben:Küppersbusch: Verhandlungen nun über beide Sparten

Gelsenkirchen, 18.12.2008, 0 Kommentare, Trackback-URL

Dreistündige Betriebsversammlung beim Küchengeräte-Hersteller. Mahnwachen starten am Montag.

SPD-Chef Müntefering schreibt Vorstandschef

Die Geschäftsführung von Küppersbusch will nun doch über einen Plan für die Sparten Hausgeräte und Großküchentechnik gemeinsam verhandeln. Das ist nach Angaben von Robert Sadowsky, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, das positive Ergebnis der Betriebsversammlung gestern Nachmittag. Drei Stunden lang wurde diskutiert, unter den Besuchern auch OB Frank Baranowski und Wirtschaftsförderungsdezernent Joachim Hampe.

Nach einer Lösung für das angeschlagene Unternehmen wollen die Tarifpartner nun im neuen Jahr suchen. Nach wie vor, so Sadowsky, plane die Chefetage die Entlassung von 74 Mitarbeitern im Bereich der Hausgeräte. Betriebsrat und IG Metall wollen das verhindern. "Probleme", weiß der Gewerkschafter, "gibt es bei Küppersbusch in beiden Bereichen, doch die sind lösbar."

Um bis zu den Verhandlungen Druck aufzubauen, führt die Belegschaft ab Montag ganztägig Mahnwachen vor dem Werkstor durch.

Unterdessen hat sich auch SPD-Chef Franz Müntefering zu Wort gemeldet. In einem Schreiben an Klaus Gräf, Chef der Hausgeräte AG, fordert Müntefering das Unternehmen dazu auf, "angesichts des großen Einsatzes der Belegschaft und der Stadt" die Entscheidung der Geschäftsleitung zu überdenken "und die Verhandlungen über den Zukunftstarifvertrag wieder aufzunehmen". M.M


Bleibt noch eine Frage offen: "Wat iss nu mitte Arbeitsplätze?"
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Beitrag Überzeugende Antworten Freitag, 19. 12 2008, 20:09

WAZ hat geschrieben:Städtebau

Überzeugende Antworten

Gelsenkirchen, 18.12.2008, Sylvia Lukassen, 1 Kommentar, Trackback-URL

Stadt erhält 5,641 Mio Euro von der Bezirksregierung für die Stadtentwicklung. RP Paziorek: „Förderung ist notwendig und verdient.” OB Baranowski Richtung Kanzlerin: „Aufbau West leisten wir schon einige Zeit”

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek deckte Donnerstag reichlich den weihnachtlichen Gabentisch: 5,641 Millionen Euro erhält Gelsenkirchen von der Bezirksregierung für Städtebauprojekte. Die Stadt habe gute Planungskonzepte vorgelegt, um auf die Problemlagen angemessen zu reagieren, begründete der RP die acht Zuwendungsbescheide, die er in Abstimmung mit dem Städtebauministerium an OB Frank Baranowski und Stadtdirektor Michael von der Mühlen überreichte.

„Die Förderung ist notwendig und verdient”, sagte Paziorek, „weil die Stadt auf viele die Stadtentwicklung betreffende Probleme und Herauforderungen überzeugende Antworten gefunden hat.” Es seien Maßnahmen, damit die Bürger auf Dauer sagen könnten, dass es sich in der Stadt zu wohnen und zu leben lohne. „Gelsenkirchen ist die Probleme offensiv angegangen, und ich wünsche mir, dass die Projekte wirklich realisiert werden können”, so der gebürtige Gelsenkirchener weiter. Große Hoffnungen richtet der RP auf das Projekt Hans-Sachs-Haus, „dass es endlich wieder zu einem Mittelpunkt der Stadt wird”. 572 000 Euro stellt die Bezirksregierung Münster als erste Zahlung bereit.

Stadtdirektor von der Mühlen: „Nicht alle Städte sind so offensiv die Probleme angegangen. Wir haben nichts unters Sofa gekehrt und gebietsbezogene Handlungsprogramme entwickelt, sowohl für die Cityaufwertung als auch für die Stadtteile.”

Trotz aller lobenden Worte aus Münster, wies OB Baranowski dennoch darauf hin, dass es „aus eigener Kraft nicht zu schaffen ist, die Narben, die der Wegfall von Schwerindustrie und Bergbau hinterlassen hat, zu beseitigen”. Den Eigenanteil zu stemmen, fordere die Kommunen heraus. Die finanziellen Möglichkeiten seien „ausgereizt”. Einen Seitenhieb auf Bundeskanzlerin Angela Merkel, die 20 Jahre nach dem Mauerfall nun gezielte Investitionen für die westlichen Bundesländer fordert, mochte sich das Stadtoberhaupt nicht verkneifen: „Aufbau West leisten wir schon eine ganze Zeit.”


Ein Tropfen auf "den heißem Stein", ja! Allerdings wenig überzeugend!
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Beitrag Sparfach Freitag, 19. 12 2008, 20:23

Sparfach

WAZ hat geschrieben:Sparklub

Fünf Euro und ein Pils (= 10 bis 12 Marken!! HOLLA, die Waldfee!)

Gelsenkirchen, 18.12.2008, Sylvia Lukassen, 3 Kommentare, Trackback-URL

Gelsenkirchen. Das Sparfach in der Stammkneipe ist lebende Tradition. Millionenbeträge verschwinden jährlich in den kleinen Kästchen. Im König-City gibt's sogar eine Warteliste.

Es sind Millionen von Euro, die jährlich in den Sparfächern in Kneipen, Vereinsheimen und Firmen verschwinden. Allein in Gelsenkirchen mögen es so an die zehn sein. Zu Beginn des Advents tauchen die Euros dann beim Spar- oder Auszahlungsfest wieder auf – meistens jedenfalls. Ordentlich verpackt in Tütchen, zwischen Scheinen und Münzen steckt die Abrechnung (Einzahlung minus Strafgeld gleich Sparbetrag, Gesamtsumme plus Zinsertrag). Das Ersparte ist Taschengeld für den Winterurlaub, der Preis fürs Weihnachtsgeschenk oder einfach nur der Betrag der Heizkostenrechnung.

„Wenn dann plötzlich die 800 Euro oder so fehlen, bei jemandem, der 1200 im Monat verdient, dann ist das verdammt hart”, sagt Achim Kaufmann, Wirt im König-City, dort, wo der „Fall Görsmeier” seit Dienstagnachmittag diskutiert wird. „Und ganz sicher nicht nur bei uns.”

Auch im König-City gibt's einen Sparklub. Der Wirt ist natürlich Mitglied. „Aber sonst hab' ich damit nichts zu tun”, sagt Achim Kaufmann. „Wir haben eine ordentliche Vereinssatzung, und die sieht den Wirt nicht als Vorstandsmitglied vor.” Ein Vorsitzender, zwei Kassierer und ein Schriftführer sind für das ordnungsgemäße Leeren der 42 Fächer, die Buchführung, die Einzahlung auf das Konto der Volksbank Ruhr Mitte verantwortlich. Fünf Euro Minimum muss jedes Mitglied pro Woche ins Fach stecken, sonst sind 50 Cent Strafe fällig.

Der Sparklub im König-City hat Konjunktur: Wer rein will, muss auf die Warteliste. Die 42 Fächer sind seit Jahren belegt. Achim Kaufmann, der seit Februar 2006 dort Wirt ist, ist stolz, dass sich der Klub in dieser Zeit deutlich verjüngt hat. „Damals waren alle über 60, heute sind viele knapp über 40.” Ein Sparfach in der Stammkneipe scheint also kein alter Zopf, sondern eine fortlebende Tradition. „Im Grunde geht es doch ums Vereinsleben”, sagt Achim. „Wir sind eine Gemeinschaft, feiern zusammen und machen Ausflüge. Na ja, vielleicht sind wir nicht so der typische Sparklub.” Und wie zahlt sich die Beheimatung des Sparklubs auf den Umsatz auf? „Nicht wirklich viel”, konstatiert der Wirt. „Die Gäste, die zu mir kommen, würden auch ohne Sparfach kommen.”

Und gerade weil das so sei, und in anderen Kneipen ganz sicher auch, kann er nicht verstehen, was da bei Görsmeier passiert ist. „Wenn einer eine Bank ausraubt, dann hat er irgendwie Mut. Aber wenn der Wirt mit den Ersparnissen seiner Gäste abhaut, dann ist das Kumpelklau. Das ist einfach das Letzte”, empört sich Achim Kaufmann. „Gut, dass es die Ausnahme ist.” Viel öfter wird nämlich in Kneipen eingebrochen, wird das Geld aus den Sparkästen geklaut. „Eigentlich”, sagt er, „würd' ich sie lieber abschaffen. Aber sie haben zwischen Pils und Tresen halt Tradition.”

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Beitrag Freitag, 19. 12 2008, 21:18

Ein schöner Bericht, die WAZ-Geschäftsstelle befindet sich direkt um die Ecke.
Hat hier Frau Lucassen ein Fuss in derTür ?
Ist dieser Bericht ein Freibrief für die Ehrlichkeit des Wirtes?


Vor kurzem erhöhte er den Preis fürs Pils auf 1,40 €. (0,2l)
In einer Stadt in der alles "abkackt".

Und das in einer Rezession. Oh wie geht es uns doch gut.
H.Stockinger

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Beitrag Freitag, 19. 12 2008, 21:19

Und unendgeldliche Werbung ist es auch noch.
H.Stockinger

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Beitrag Freitag, 19. 12 2008, 21:37

So mag es gesehen werden, ich versuche nur zu zitieren; manchmal kann ich nicht anders als meinen Senf hinzuzufügen. Eine alte Eule!
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Beitrag Gelsenkichen Donnerstag, 01. 01 2009, 09:11

Gelsenkirchen - 22.12.2008

WAZ hat geschrieben: Konjunkturförderung

CDU legt Investitionsliste vor

Gelsenkirchen, 21.12.2008, Lars-Oliver Christoph, 1 Kommentar, Trackback-URL

"Der OB muss jetzt handeln" - fordert die Gelsenkirchener CDU und legt eine Investitionsliste für zwei Bereiche vor: Straßenbau sowie Modernisierung und Sanierung von Schulen und Kindergärten.

"Gelsenkirchen muss von Investitionsprogrammen der Bundes- und der Landesregierung profitieren", fordern in einer gemeinsamen Stellungnahme CDU-Chef Wolfgang Meckelburg, OB-Kandidat Nörbert Mörs und Ratsfraktions-Vorsitzender Werner Wöll.

Der OB müsse nun schnell eine Maßnahmenliste zusammenstellen, die die Infrastruktur der Stadt nachhaltig präge. Man müsse sich jetzt vorbereiten, um im kommenden Jahr die Förderanträge zu stellen, so das CDU-Trio.

Die Union legt eine Liste mit Maßnahmen vor, für die bislang kein Geld in den Haushalt eingestellt worden sind. Dazu zählen sechs Verkehrsstrukturmaßnahmen (u.a. die Realisierung des 3. Abschnitts der Umfahrung Schaffrath) sowie elf Gebäudeinvestitionen.


WAZ hat geschrieben: Konzert im Musiktheater

Weihnachten am Ferrari-Flügel

Gelsenkirchen, 21.12.2008, Anne Bolsmann, 0 Kommentare, Trackback-URL

Sie kamen, sahen, und – spielten: Die Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen beteiligten sich am Wochenende doch nicht an den geplanten Orchesterstreiks.

Für das „Große Weihnachtskonzert” ihres Fördervereins am Sonntag kamen sie gemeinsam mit Rasmus Baumann, dem Chefdirigenten des Musiktheaters im Revier, auf die Bühne. Im musikalischen Gepäck hatten sie Klassiker aus verschiedenen Epochen ebenso wie traditionelle Weihnachtslieder, die mit dem Gelsenkirchener Kinderchor vorgetragen wurden. Zwischendurch brachte Orchestermitglied Roland Vesper die Zuhörer mit seiner Moderation zum Schmunzeln.

Zum Einstieg in das Weihnachtskonzert, das am Sonntag gleich zwei Mal auf dem Spielplan stand, gab es die „Eurovisionshymne”, die im wahren Leben „Te Deum Preludio” heißt und aus der Feder von Marc Antoine Charpentier stammt. Kurz darauf offenbarte sich bei Johann Sebastian Bachs „Air” aus der Suite D-Dur, worin die Stärken dieses Orchesters liegen: In den zarten, schwebenden Phasen, denen viel Gefühl mitschwingt. Ein Ferrari-roter Steinway-Flügel inspirierte den jungen Pianisten Nicolai Gerassimez beim ersten Satz von Wolfgang Amadeus Mozarts „Klavierkonzert Es-Dur KV 271” zu rasanten Fingerläufen. Rasmus Baumann setzte sich hernach mit zu ihm an den Flügel, um Johannes Brahms „Ungarischen Tanz Nr. 5” vierhändig vorzutragen. Der Spaß, den die beiden sehr offensichtlich an dem Tastenspiel hatten, steckte auch das Publikum an. Die gute Laune hielt an, als Michael van Ahlen die erste von zwei Weihnachtsgeschichten bei Kerzenschein vorlas.

Im zweiten Teil des Konzertes gaben der Bariton Piotr Prochera, die Sopranistin Alfia Kamalova und der Tenor Lars Rühl mit Auszügen aus Gioacchino Rossinis „Der Barbier von Sevilla” und Mozarts „Don Giovanni” den Ton an. Ganz ruhig wurde es im Saal, als Alfia Kamalova mit dem von Alfred Schulze-Aulenkamp geleiteten Gelsenkirchener Kinderchor das Weihnachtslied „Adeste fidelis” anstimmte. Sofort merkte man: Jetzt ist Weihnachten wirklich nicht mehr weit.


WAZ hat geschrieben: Ballett-Premiere am MiR

Giselle schwebt über den Dingen

Gelsenkirchen, 21.12.2008, Anne Bolsmann, 0 Kommentare, Trackback-URL

Die „Blüte der Romantik” entfaltete am Freitag im Musiktheater im Revier ihre zarten Blütenblätter: Ballettchef Bernd Schindowski brachte hier mit seinem Ensemble den Klassiker „Giselle” auf die Bühne.

Verschmähte Liebe, Tod und Rache: Die Geschichte der jungen Giselle, die sich unglücklich in den umtriebigen Herzog Albrecht verliebt und daran zerbricht, dass dieser sie fallen lässt, bedient die ganz großen Gefühle.

Das Zusammenspiel von fabelhaftem Tanz, beeindruckendem Bühnenbild und geschickt arrangierter Musik macht „Giselle” am MiR wirklich sehenswert.


WAZ hat geschrieben: Weihnachtsgeschäft

Kassen klingeln nicht wie erhofft

Gelsenkirchen, 21.12.2008, Nicole Krissel, 4 Kommentare, Trackback-URL

Nass und ungemütlich war's am letzten langen Samstag vor Heiligabend. Kein Wunder also, dass die Kassen bei vielen Händlern auf der Bahnhofstraße nicht so klingelten wie erhofft.

„Heute spielt natürlich das schlechte Wetter eine große Rolle”, sagte Erich Schmitz, Vorsitzender der Werbegemeinschaft City, am Samstag. Aber „im Großen und Ganzen” könne man zufrieden sein: „Im Vergleich zum Vorjahr hält sich der Umsatz die Waage.”


Das Wetter; natürlich...

WAZ hat geschrieben: Treffen bei Rechtsextremisten

Entsetzen über Präventionsrat

Gelsenkirchen, 21.12.2008, Lars-Oliver Christoph, 6 Kommentare, Trackback-URL

Harsche Kritik an Mitgliedern des Präventionsrats Neustadt übt AUF-Gelsenkirchen.

Wie berichtet, hat dieses Gremium seine Sitzung im Versammlungssaal eines türkischen Vereins durchgeführt, der den rechtsextremen Grauen Wölfen nahe steht.

„Ich bin entsetzt und finde keine Worte zu dieser offiziellen Geste der Akzeptanz einer rechtsextremistischen Vereinigung”, erklärt Günter Wagner (AUF). Bei den Grauen Wölfen handele es sich um eine faschistische Terrorgruppe, die u.a. Morde an alevitischen und kurdischen Schriftstellern begangen hätte und einen Austausch mit der NPD pflege. „Wir fordern eine vollständige Aufklärung der Vorgänge und entsprechende Konsequenzen”, erklärt der Bezirksverordnete Wagner.

Spätestens als ein Teilnehmer des Präventionsrat in der Sitzung auf den Hintergrund des Gastgebers hingewiesen habe, hätte alle aufstehen und gehen müssen - so wie die große Mehrheit des Rates es beim Wortbeitrag von Kevin Hauer (Pro NRW) getan habe, sagt auch die AUF-Stadtverordnete Monika Gärtner-Engel (im Bild). Während die Verantwortlichen in Richtung „Links” immer furchtbar aufgegeregt seien, sei das Auge beim Blick nach „Rechts” doch arg trüb.


Rechts hat auch ein Gesicht:

    Bild

WAZ hat geschrieben: PolitGEflüster: Ein Rückblick

Krawatten, Klingeltöne, Klostermänner

Gelsenkirchen, 21.12.2008, Lars-Oliver Christoph, 3 Kommentare, Trackback-URL

Das war 2008 - Schlaglichter aufs PolitGEflüster der WAZ Gelsenkirchen.

Der Klosterfrau-Melissengeist des Jahres heißt Frank Baranowski. Frei nach dem Werbeslogan der Naturarznei („Nie war er so wertvoll wie heute") konnte der OB seine zum Großteil in die Stadtkasse fließenden Nebeneinkünfte noch einmal auf 60 836,20 Euro steigern.

Die Aktion des Jahres führte das Bündnis gegen Rechts durch. Nachdem böse Menschen Pro-NRW-Rechtsausleger Kevin Hauer in Köln am Rande einer Demo die beigefarbene (man kann auch sagen: hellbraune) Krawatte ruinierten, schickte ihm das Bündnis einen neuen Binder - mit einem handgestickten durchgestrichenen Hakenkreuz.

Das Seminar des Jahres organisierte die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung. Während eine Veranstaltung zur Kulturhauptstadt in Oberhausen und ein Seminar über die Türkei in Istanbul stattfand, durfte sich Gelsenkirchen über „Beratung von Prostituierten im Wandel" freuen.

Der Wadenbeißer des Jahres heißt Hagen Rether. Beim städtischen Neujahrsempfang im MiR rechnete er mit Ehrengast Jürgen Großmann (RWE) ob dessen rüpelhaften Auftretens ab und attackierte nebenbei auch noch CDU und SPD („man sollte auf einem toten Pferd nicht auch noch herumtrampeln").

Der kommunikativste Politiker des Jahres heißt Guido Tann. Der Christdemokrat sorgte durch ständige Anrufe bzw. ständiges Angerufenwerden im Rat, in Ausschüssen und bei Pressekonferenzen für Aufsehen - auch deshalb, weil sein Klingelton die Melodie vom Aktuellen Sportstudio ist bzw. war. Offenbar aus nostalgischen Gründen, denn: Tann ist Präsident der SG Wattenscheid 09, die aus bekannten Gründen nicht mehr sooo häufig im ZDF zu sehen ist.


Darauf einen Klosterfrau-Melissengeist...

    Bild


:wink:
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Beitrag Gelsenkirchen Donnerstag, 01. 01 2009, 09:55

Gelsenkirchen - 23.12.2008

WAZ hat geschrieben: Interview: THS-Chef Petzinka über das Herkules-Projekt
"Anstoß für Veränderung"

Gelsenkirchen, 22.12.2008, Lars-Oliver Christoph, 8 Kommentare, Trackback-URL
Die THS will auf Schacht 2 im Nordsternpark einen gläsernen Kubus und obenauf eine Herkules-Skulptur des renommierten Künstlers Markus Lüpertz setzen. Die WAZ führte zu diesem umstrittenen Projekt ein Interview mit THS-Chef und Kulturhauptstadtdirektor Karl-Heinz Petzinka.

Wie konkret sind die Pläne zur Errichtung der Herkules-Skulptur auf dem Dach von Schacht 2? Gibt es eine Grundsatzentscheidung für dieses Projekt?

Karl-Heinz Petzinka: Wir sind hier nicht in der Politik, wo man Grundsatzentscheidungen trifft. Wir arbeiten an einer künstlerischen Idee, mit der wir versuchen, für ein unwirtschaftlich genutztes bauliches Denkmal innerhalb eines wichtigen Projektes des Strukturwandels, dem Nordsternpark, eine Vision zu entwickeln, die ihm tatsächlich eine Funktion und auch Bild für die Zukunft mitgibt. Mit der Entscheidung von Geschäftsführung und künstlerischem Direktorium der Ruhr.2010, den Nordsternturm zu einem von sieben Hochpunkten und zum zentralen Einstieg auf die Emscherkunstinsel zu machen, stand fest, dass wir hier etwas Besonderes schaffen müssen. Seither haben wir mit allen relevanten Entscheidern daran gearbeitet, die Sanierung, Instandsetzung und den Aufbau für den Turm finanziell wie planungsrechtlich auf einen sicheren Weg zu bringen. Und dafür sind inzwischen wichtige Weichenstellungen positiv entschieden, zumindest was den Turm und den Turmaufbau mit dem gläsernen Kubus betrifft.

Wie hoch sind die Kosten für die Skulptur?

Karl-Heinz Petzinka: Die Kosten belaufen sich nach ersten Schätzungen auf ca. eine Millionen Euro und sind bisher nicht in den Kalkulationen enthalten. Dafür sind wir also noch auf der Suche nach einem geeigneten Sponsor.

Wann wurde die Idee geboren? Bereits vor Ihrem gemeinsamen Projekt mit Lüpertz im Düsseldorfer Medienhafen ("Zwillingstürme" mit den monumentalen Lüpertz-Skulpturen "Königskinder" als Aufsatz; die Redaktion)?

Karl-Heinz Petzinka: Die Idee ist vollkommen unabhängig von dem Düsseldorfer Projekt zu sehen. Auf Nordstern wollen wir in der Verbindung aus Baudenkmal und Großskulptur ein Gesamtkunstwerk schaffen, das als künstlerisches Objekt ein Symbol für eine neue, kreative Ruhrmetropole ist. Das Spannende ist die Symbiose aus historischem Baudenkmal und Kunstwerk der Moderne. Mit Lüpertz haben wir einen der bedeutendsten Ikonographen aus der Kunstszene überhaupt gefunden. Als Lüpertz vor etwas über einem Jahr hier bei unserem THS-Abend war, habe ich ihm das Projekt gezeigt und er war begeistert. Wussten Sie, dass Lüpertz unweit von hier aufgewachsen ist und als Jugendlicher in der Region auch ganz ordentlich Fußball gespielt hat? Wenige Wochen später zeigte er mir das Herkules-Modell - für ihn die Gestalt der Mythologie, die genau jene Aufgaben symbolisiert, die das Ruhrgebiet seit den 70er Jahren bewältigt und weiterhin noch bewältigen muss. Ein kraftvolles Bild, eben eine Herkulesaufgabe.

Gibt es diese Herkules-Skulptur bereits oder gibt es nur Pläne des Künstlers für eine solche Skulptur?

Karl-Heinz Petzinka: Wie schon gesagt gibt es eine Skulptur als Modell, natürlich. Aber Lüpertz baut seine großen Skulpturen selbst. Er braucht bis zur Fertigstellung alleine mehr als ein Jahr. Dann wird das Kunstwerk in Stücken in Aluminiumguß hergestellt, später erst koloriert.

Was sagen Sie zu den kritischen Stimmen zu Herkules?

Karl-Heinz Petzinka: Kunst im öffentlichen Raum soll als Intervention immer zur Diskussion und kreativen Auseinandersetzung beitragen. Wenn sie an so prägnanter Stelle stehen soll, kann und darf Kunst nicht banal und gefällig sein, sonst ist sie bestenfalls dekorativ. Genau deshalb finde ich Lüpertz' Herkules-Modell gut, so wie es ist. Es ist nicht wichtig, ob es mir gefällt - es soll ein Anstoß für Veränderung und Diskussion sein - für lange Zeit und nicht nur für ein Kulturhauptstadtjahr. Wenn man genau hinschaut, kann man ja erkennen, dass der Lüpertzsche Herkules das jetzt schon schafft. Die Auseinandersetzung mit der Bildenden Kunst muss im öffentlichen Raum stattfinden.

Wenn die baurechtlichen und finanziellen Voraussetzungen stimmen: Würden Sie diese Skulptur auch gegen massiven Widerstand aus Politik und/oder Bevölkerung in Gelsenkirchen durchsetzen?

Karl-Heinz Petzinka: Ein wirklich massiver Widerstand ist derzeit für mich nicht erkennbar. Generell gilt aber, dass wir über die Skulptur hier keine basisdemokratische Diskussion führen werden; sonst würde es am Ende doch noch ein röhrender Hirsch.

Gibt es alternative Überlegungen für ein anderes Kunstwerk auf dem Glaskubus?

Karl-Heinz Petzinka: Es gibt immer Alternativen.

Soll auf jeden Fall ein Kunstwerk auf dem zu errichtenden Glaskubus installiert werden?

Karl-Heinz Petzinka: Ohne die Skulptur würde der Idee der Wandlung eines Bauwerks zu einer künstlerischen Großskulptur natürlich etwas fehlen. Was wir brauchen, sind Bilder mit enormer Strahlkraft, Symbole für eine Welt mit Zukunft, Zeichen, die ihre eigene Sprache sprechen, Orte, die eine magische Kraft ausstrahlen. Ich bin sicher, Nordstern ist und bleibt auf diese Weise ein Ort mit großer Bedeutung.

Einen Bericht über das Interview, mehr über den Gelsenkirchen-Bezug von Markus Lüpertz sowie heftige Reaktionen zu dessen Kunstwerken im öffentlichen Raum lesen Sie in der WAZ-Lokalausgabe Gelsenkirchen am 23. Dezember.


Genau: "Yes; We can!"...

WAZ hat geschrieben: Bergmannsheil

Patient nachts abgewiesen

Gelsenkirchen, 23.12.2008, Lars-Oliver Christoph, 37 Kommentare, Trackback-URL
Gelsenkirchen. In der Nacht sucht Thomas Hensel mit starken Schmerzen in der Schulter die Notaufnahme des Bergmannsheil auf. Eine gute Stunde später verlässt er die Klinik wieder - ohne untersucht worden zu sein und mit einer schriftlichen ärztlichen Bescheinigung, dass er „unverfroren” sei.

Seit Monaten ist der 33-Jährige wegen einer „Kalkschulter” (Sehnenreizung) in fachärztlicher Behandlung; im Januar hat er einen OP-Termin. In besagter Nacht seien die Schmerzen so stark wie nie gewesen und nicht nur bei Bewegungen aufgetreten, so Hensel. Auch leichte Schmerztabletten hätten nichts bewirkt.

Seine Freundin fährt ihn zum Bergmannsheil. In der Notaufnahme schildert der Bueraner einem Pfleger den Fall, zahlt 10 € Praxisgebühr und nimmt im (leeren) Wartezimmer Platz. Kurz darauf wird er ins Behandlungszimmer gebeten. Was anschließend passiert, darüber gibt es unterschiedliche Aussagen.

"Fachärztliche Beobachtung"
Bergmannsheil-Geschäftsführer Werner Neugebauer schildert auf WAZ-Anfrage den Vorfall so: Der Mediziner, „ein erfahrener Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie”, sei zu Beginn des Gesprächs vom Patienten auf dessen Medikamentenunverträglichkeit hingewiesen worden. Der Arzt habe verantwortungsbewusst gehandelt, indem er sich nach einer Risikoabwägung gegen eine Schmerzmittelabgabe entschieden habe.

Und warum ist der Patient nicht untersucht worden? „Die fachärztliche Beobachtung der Bewegungsabläufe des Patienten zur Einschätzung der Schmerzen in der rechten Schulter - zum Beispiel die Nutzung der Türklinke mit der rechten Hand der betroffenen Körperhälfte oder das An- und Ausziehen der Jacke - zeigte keine Auffälligkeiten”, so Neugebauer.

Widersprüchliche Darstellungen
Nicht nur dieser Darstellung widerspricht Hensel. „Ich habe während der gesamten Zeit meine Jacke gar nicht ausgezogen.” Und: Er habe nicht die Klinke runtergedrückt, sondern sei ins Zimmer geführt worden. Dort habe ihn der offenbar vom Pfleger vorab informierte Arzt bereits mit dem Vorwurf empfangen, dass es unverschämt sei, mitten in der Nacht aus diesem Grund in der Klinik aufzutauchen. Auf die Medikamentenunverträglichkeit habe er mit dem Arzt erst später gesprochen.

„Er hat sich die Schulter nicht einmal angeschaut”, sagt Hensel. Das sei auch bei seinem Facharzt, den er am nächsten Morgen sofort aufsuchte, auf Unverständnis gestoßen. Der Orthopäde diagnostiziert eine Entzündung und gab ihm eine Spritze.

Zumindest einen Fehler räumt die Klinik ein: die ungewöhnliche Bescheinigung des Chirurgen. „Die Vorstellungen des Patienten finde ich unverfroren!!”, schrieb dieser im Beisein Hensels unter anderem in einen Bericht an den Haus- bzw. Facharzt. „Das ist natürlich nicht in Ordnung”, sagt Neugebauer. Da habe sich wohl etwas hochgeschaukelt.


WAZ hat geschrieben: Städte - Gelsenkirchen (WAZ, red.)

Überfall auf REWE-Supermarkt

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WAZ hat geschrieben: Aus dem Polizeibericht

Ganove weckt Lkw-Fahrer

Gelsenkirchen, 22.12.2008, 0 Kommentare, Trackback-URL

Der eine schlief wohlverdient und wurde gestört, der andere schlief mitten auf der Fahrbahn der A 2 ein und wurde auch unsanft geweckt. Über beide berichtet die Autobahnpolizei.

Von einen Ganoven, der in seinem Lkw einbrechen wollte, wurde Sonntagnacht ein 56-jähriger polnischer Brummifahrer auf dem Rastplatz Resser Mark gegen zwei Uhr geweckt. Der Mann schlief in seiner Koje, als er durch laute Geräusche an seinem Führerhaus aufwachte. Der 56-Jährige sprang auf, während der Täter schnell davon lief. Zeugen des Aufbruchs werden gebeten, sich mit der Polizei in Gelsenkirchen unter der Telefonnummer 365-0 in Verbindung zu setzen.

Am Steuer eingeschlafen war am Samstag ein 22-jähriger Fahrer aus Osteuropa in Höhe der Anschlussstelle Gelsenkirchen-Buer. Er prallte mit seinem Wagen gegen ein neben ihm fahrendes Auto. Anschließend schleuderte er herum und prallte gegen die Mittelschutzplanke. Danach blieb das Auto mit Totalschaden auf dem linken Fahrstreifen stehen. Bei dem Unfall wurde glücklicherweise keiner verletzt. Der Gesamtsachschaden wird auf etwa 15 000 Euro geschätzt. Der Führerschein des 22-Jährigen wurde sichergestellt.


WAZ hat geschrieben: Kein Wahlkampfthema
Meinung, 22.12.2008, Lars-Oliver Christoph,, Trackback-URL
Poß "gegen" Meckelburg

Joachim Poß oder Wolfgang Meckelburg - wer sagt die Wahrheit? Für Außenstehende ist es schwer, hier zu einem abschließenden Urteil zu kommen. Die Antwort ist allerdings nur nebensächlich und lenkt vom Kern ab.

Seit Anfang 2005, mit Einführung von Hartz IV, müssen betroffene Familien damit leben, dass die Schulausstattung in den Sätzen nicht oder völlig unangemessen berücksichtigt ist. Knapp vier Jahre hat es gedauert, bis die Verantwortlichen - nicht zuletzt durch Druck und Aktionen von Betroffenen und Gewerkschaften - diesen auch von Kommunalpolitikern beklagten Missstand endlich weitgehend beseitigt haben.

Es ist nun an der Großen Koalition, schnell dafür zu sorgen, dass auch Oberstufenschüler in diese Regelung einbezogen werden. Wenn SPD und auch die CDU, wie Meckelburg ja zumindest bekundet, dieses Ziel haben, dürfte und muss dieses Problem schnell vom Tisch sein.

Für Taktik- und Wahlkampfmanöver ist dieses Thema nämlich völlig ungeeignet - auch und gerade wegen der Vorgeschichte.

Meckelburgs Hartz-IV-Äußerungen


Poß kontert

Gelsenkirchen, 22.12.2008, loc, 8 Kommentare, Trackback-URL

„Dreistigkeit” hat Wolfgang Meckelburg (CDU) seinem Bundestags- und Koalitionskollegen Joachim Poß (SPD) wegen dessen Äußerungen zum Schulausstattungspaket für Hartz-IV-Empfänger vorgeworfen, nun folgte der Konter des Sozialdemokraten.

„Die Einlassungen des CDU-Abgeordneten Meckelburg als dreist zu bezeichnen, ist noch zu milde: Entweder es mangelt hier an Wahrhaftigkeit oder an Sachkenntnis.”

Die Union sei in allen drei Stadien des Verfahrens als Verhinderer des von der SPD gewünschten Schulbedarfspakets aufgetreten. Ursache für diese Haltung sei laut Poß nicht die „Komplexität des Themas” gewesen, sondern „schamlose Klientelpolitik”. Die CDU habe sachfremde Bedingungen gestellt, von denen Spitzenverdiener überproportional stark profitiert hätten.

Die SPD-Forderung sei sehr einfach: 100 Euro für Schulmaterialien für alle bedürftigen Kinder von Klasse 1 bis 13. Wenn die Union zur Vernunft komme, könnten die bisher nur bis Klasse 10 geltenden Regelungen sofort ausgeweitet werden.


WAZ hat geschrieben: Das rote Elend

Meinung, 22.12.2008, Sylvia Lukassen, 0 Kommentare, Trackback-URL

Von italienischem Essen

Weihnachtszeit – Geschenkezeit. Was schenke ich wem? Stress im Einkaufzentrum. Schlangen an Kassen und Packtischen. Ich leistete einem Freund Hilfestellung beim Weihnachtseinkauf und war – zugegeben – schon bei der Suche nach einem Parkplatz genervt. Für die ertragenen Qualen wurde ich in einem kleinen italienischen Restaurant belohnt. Als neben meinem Gedeck noch ein blaues Päckchen lag, war ich gerührt. Inhalt: meine Lieblingsgeschichte, „Frühstück bei Tiffany”, eine Ausgabe, die ich noch nicht habe. Ich liebe Holly Golightly, besonders wenn mich das „fiese rote Elend packt”. Das weiß der Freund: „Du siehst, ich mache mir Gedanken über dich. Nicht nur beim Weihnachtsgeschenk.” Und das Elend war weg. luk


WAZ hat geschrieben: Schalke verpflichtet Point Guard TJ Bannister

Gelsenkirchen, 23.12.2008, 0 Kommentare, Trackback-URL

24-jähriger Amerikaner kommt am Samstag

BASKETBALL PRO-A-LIGA Nach der Trennung von Ryan Bell haben die Basketball-Verantwortlichen des FC Schalke 04 einen neuen Aufbauspieler verpflichtet. "Einen reinen Point Guard", sagt Manager Boris Liebing. Gemeint ist Teejay, kurz TJ, Bannister. Der 24-jährige Amerikaner, der 1,79 Meter groß ist, hat bis zum Ende der Saison 2007/08 College-Basketball gespielt, für die laufende Spielzeit aber keinen Vertrag erhalten. "Er hat sich aber an seinem College fit gehalten", sagt Boris Liebing. "Wir sind guter Dinge, dass wir den Richtigen gefunden haben, und von seinen Fähigkeiten sehr überzeugt."

Das war bei Ryan Bell vor der Saison nicht anders. "Wir sind auch nach wie vor überzeugt davon, dass er Potenzial hat", sagt der Manager. "Er hat es aber nicht gezeigt." Und wegen dieser Überzeugung sei auch die Entscheidung zur Trennung nicht leicht gefallen. "Man muss sich dann ja auch eingestehen, einen Fehler gemacht zu haben."

Als solcher soll sich TJ Bannister, der einen Vertrag bis zum Saisonende erhält, nicht herausstellen. Am Samstag (27. Dezember), eine Woche vor dem Start der zweiten Serie gegen BBL-Absteiger Science City Jena, wird er in Deutschland erwartet. Und an diesem Tag wird Trainer Boris Kaminski sein Team auch wieder zur ersten gemeinsamen Einheit bitten. Dann werden Melvin Hall und Brady Brink aus den USA zurück sein, die zurzeit ihre Familien besuchen; dann werden auch Yannick Evans, der seinem amerikanischen Zimmer-Nachbarn Tezarray Banks zurzeit Berlin zeigt, und die anderen deutschen Spieler zurück sein. In Gelsenkirchen geblieben ist indes Cory Abercrombie. AHa


WAZ hat geschrieben: Städte - Gelsenkirchen - Tipp-des-Tages (WAZ, U.D.)

Weihnachtscircus Probst

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WAZ hat geschrieben: Wirtschaft

Masterflex stößt Dicota ab

Gelsenkirchen, 22.12.2008, red.,, Trackback-URL

Der Schlauchhersteller Masterflex, der sich künftig auf sein Kerngeschäft zurückziehen will, hat seine Tochtergesellschaft Dicota verkauft. Sie ist einer der führenden Anbieter für Notebook-Taschen, Koffer-Lösungen und Mobile Computing-Zubehör.

Der Verkaufspreis beträgt nach Angaben von Masterflex bis zu 13,6 Millionen Euro. Das Geld, heißt es bei Masterflex, soll vornehmlich zum Abbau der Verschuldung verwendet werden.

Hintergrund: Dicota gehörte seit 2001 zum Masterflex-Konzern. Für das laufende Geschäftsjahr 2008 wird für das Unternehmen ein Umsatz auf Vorjahresniveau von rund 50 Millionen Euro und ein Rückgang des Gewinns vor Steuern und Zinsen auf etwa 4,4 Millionen Euro erwartet.

Der Verkauf der Dicota sei ein wichtiger Schritt bei der strategischen Neuausrichtung, heißt es bei dem Erler Unternehmen. Zum einen habe es keine Synergieeffekte mit dem Kerngeschäft gegeben und zum anderen habe die starke Expansion der Tochter den Masterflex-Konzern in den letzten Jahren wirtschaftlich belastet, da das Tochterunternehmen stark investierte und so erheblich zum Anstieg der Nettoverschuldung beigetragen habe.


Ja, ja - so isses. Die Wirtschaft kümmert es einen "Schiet" was mit den Arbeitnehmern ist.

Aber nachsichtig, wie der deutsche Steuerzahler nun mal so ist; da werden zum Ersten 500 Mrd. locker gemacht.

...und ein neues Paket kommt sogleich hinterher...

*Muahahaha :lol: *
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Beitrag Gelsenkirchen Donnerstag, 01. 01 2009, 10:31

Gelsenkirchen; 24.12.2008

WAZ hat geschrieben: Aus der Wirtschaft

Bittere Pille für Arzneilager

Gelsenkirchen, 24.12.2008, Von Oliver Schmeer, 0 Kommentare, Trackback-URL

Dem erst vor anderthalb Jahren eröffneten Logistikzentrum des Pharmagroßhändlers Sanacorp am Schalker Markt droht möglicherweise die Schließung

Das wird möglicherweise eine bittere Pille für den Gelsenkirchener NRW-Standort des Pharmagroßhändlers Sanacorp, der gerade mal vor anderthalb Jahren für zehn Millionen Euro am Schalker Markt einen Arznei-Umschlagplatz errichtet hat und von hier aus 120 000 Medikamente an Apotheken im Land ausliefert: Sanacorp hat den privaten Pharmagroßhändler von der Linde übernommen, der in der Nachbarstadt Herne selbst über ein hochmodernes – und noch größeres – Logistikzentrum verfügt.

In einer Branchenzeitschrift wird der Linde-Eigentümer mit den Worten zitiert: „Der Standort in Gelsenkirchen wird aufgegeben. Die Mitarbeiter werden nach Herne wechseln.” Von der Lindes Worte werden Gewicht haben: Der Unternehmer soll in die Führungsriege des Pharmahändlers aufrücken, der mit 15 Filialen bundesweit 7000 Apotheken versorgt.

„Das ist alles noch zu frisch. Es gibt noch keine Entscheidungen, was mit unserem Standort in Gelsenkirchen passiert”, betont dagegen ein Sanacorp-Sprecher aus dem bayerischen Planegg, zumal die kartellrechtliche Genehmigung der Übernahme noch ausstehe. Klar ist, dass von der Linde wie Sanacorp den gleichen Markt abdecken: die Apotheken im Revier und im ganzen Land im Umkreis von 100 Kilometern. Gezielt für das NRW-Geschäft hatte Sanacorp in Gelsenkirchen seine erste NRW-Filiale angesiedelt.

Sanacorp hatte nach dem Kauf binnen eines Jahres das 11 000 qm große ehemalige Consol-Zechengrundstück im Gewerbegebiet Schalker Markt mit seinem Logistik-Zentrum bebaut und im April 2007 zunächst mit 50 Mitarbeitern begonnen. Schnell wuchs die Zahl der Beschäftigten auf über 70.

„Wir wollen doch kein Geld verbrennen”, will Sanacorp nach den Worten seines Sprechers nach „anderweitigen Nutzungen” für sein Gelsenkirchener Logistikzentrum suchen. In drei Monaten wisse man mehr.


WAZ hat geschrieben: Festessen

Ferdinand, der seltene Gast

Gelsenkirchen, 23.12.2008, Sylvia Lukassen, 0 Kommentare, Trackback-URL

Der große Karpfen – eine Erzählung von Eva Ibbotson – weckt Kindheitserinnerungen, lässt über Tradition nachdenken oder nach einem tieferen Sinn suchen. Oder: Der Fisch ist einfach nur ein Festessen.

„Der große Karpfen Ferdinand” – alle Jahre wieder fällt mir diese Erzählung zu Weihnachten ein. Warum? Das weiß ich eigentlich nicht. Oder vielleicht doch: Ferdinand überlebt, ein Akt der Nächstenliebe. Der Arzt Dr. Mannhaus bringt es in dieser Geschichte nämlich nicht fertig, den als Festessen vorgesehen Karpfen zu schlachten. Also zieht er weiter seine Bahnen in der Badewanne.

Kurz vor Weihnachten habe ich mich in Gelsenkirchen aufgemacht, um Ferdinand zu suchen. Ich hab' ihn gefunden: bei Angelika Jänicke. Dort schwimmt er in einem kleinen Bassin. Ein kleines Mädchen mit Schulranzen riskiert einen vorsichtigen Blick ins Becken, rümpft die kleine Nase: „Nöö, den mag ich aber nicht.”

Fred Tasche sieht das ganz anders, schaut Ferdinand eine Weile belustigt zu, wie er mit seinen Kumpels im Bassin kreist und Wellengang produziert. „Als ich Kind war, gab's Weihnachten immer Karpfen”, fängt er an zu erzählen. „Auch später noch bei den Großeltern. Der wurde immer lebend gekauft und schwamm dann ein paar Tage in der Badewanne, so einer Zinkwanne, zum Entschlammen. Und einen Namen hat er auch immer bekommen. Der Karpfen, der gehörte bei uns zu Weihnachten wie die Gans. Das war Brauch.”

Das kleine Mädchen kann mit dieser Erzählung nicht so recht etwas anfangen und geht. Dafür hat das inzwischen heftige Geplantsche im Bassin zwei ältere Schuljungen und die Mutter des einen in den Bann gezogen. „Sind das die Karpfen für Silvester? Dass es die hier so frisch und lebendig gibt, das habe ich gar nicht gewusst”, sagt die junge Frau.

Immer mehr Leute versammeln sich jetzt um Angelika Jänickes Karpfen. Im Hintergrund beobachtet der Mann mit der weißen Gummischürze das Interesse. Ich frage ihn lieber nicht, ob er heute schon viel zu tun hatte, und bin auch froh, dass im Moment keiner der Zuschauer einen der Ferdinands kaufen möchte.

Aber das Geschäft mit den rund zwei Kilogramm schweren Fischen läuft ganz gut. „6,90 Euro das Kilo”, sagt Angelika Jänicke. „Das ist im Vergleich zu allen anderen Fischen sehr günstig, und der Preis ist seit dem letzten Weihnachten stabil geblieben.” Auf dem Gelsenkirchener Hauptmarkt verkauft die Fischhändlerin ab der Woche vor Weihnachten bis zum Jahresende Karpfen – „aus Deutschland, die sind von bester Qualität”. Das sieht auch Fred Tasche so, bevorzugt aber den Kauf direkt beim Züchter, wenn's denn mal Karpfen gibt.

Bei Angelika Jänicke gehen so etwa 400 Kilo in den rund zwei Wochen über den Tisch des Verkaufsstandes. „Es sind fast ausschließlich ältere Leute, die Karpfen kaufen. Bei jüngeren Kunden steht der Fisch nicht so hoch im Kurs”, sagt die Händlerin und zuckt die Schultern. „Seit hier in der Stadt auch viele Aussiedler und Menschen aus Osteuropa leben, läuft der Verkauf zu Weihnachten und Silvester ganz ordentlich.”

Der Käufer muss für den Transport von Ferdinand übrigens keinen Eimer mehr mitbringen. Der Fisch wird nämlich vor Ort geschlachtet – von dem Herrn mit der weißen Gummischürze. „Seit zehn Jahren, so ungefähr, ist das Vorschrift. Alles andere wäre Tierquälerei, heißt es”, erklärt Angelika Jänicke. Damit erübrigt sich auch der Besitz einer Badewanne. Aber was viel schlimmer ist: Ferdinand hat keine Chance mehr zu überleben. Er landet auf alle Fälle als Festessen auf dem Tisch.


Was wohl @ donjohnson dazu sagen wird?

WAZ hat geschrieben: Trauung am Küchentisch

Gelsenkirchen, 23.12.2008, Von Lars-Oliver Christoph, 0 Kommentare, Trackback-URL

Heiligabend 1943 feierten Paul und Hildegard Gendrzeiko eine Not-Hochzeit. Standesbeamte vertröstete sie zunächst wegen des Andrangs. Pastor erteilte im Wohnzimmer den kirchlichen Segen. Heute blickt das Paar auf 65 Ehejahre zurück

Hochzeit mit Hindernissen im Kriegswinter 1943: Die Trauung muss wegen des riesigen Andrangs im Standesamt um einen Tag auf Heiligabend verschoben werden. Den Segen der Kirche gibt´s am 1. Weihnachtstag am heimischen Küchentisch. Und statt in die Flitterwochen geht es für ihn an die Front. Trotzdem: Paul und Hildegard Gendrzeiko haben diese und in den folgenden 65 Jahren alle anderen Hürden genommen. Das Paar feiert heute Eiserne Hochzeit.

Im Kindesalter lernten sich die Bismarcker kennen - besuchten sie doch beide die selbe Volksschule in Bismarck. Gefunkt hat´s aber erst über Bande, sprich: sie fanden über gemeinsame Bekannte zueinander. "Er war so ein Großer, hatte schöne Locken und war stattlich", sagt Hildgard Gendrzeiko (86). Und fügt hinzu: "Und er ist es heute noch."

Schon die Verlobung am Pfingstwochenende 1943 stellte das junge Paar vor eine harte Bewährungsprobe. Er war als Bordmechaniker an der Blindflugschule der Wehrmacht in Detmold stationiert - und bekam von einem Tag auf den anderen Urlaubssperre. "Wir hatten in Bismarck für die Feier schon gekocht, gebacken und alles vorbereitet", erinnert sie sich. Und so blieb ihr nichts anderes übrig, als mit den Zug nach Ostwestfalen zu fahren. "Die Verlobungsfeier fand in der Kantine statt. Mit meinen Kameraden", erzählt Paul Gendrzeiko. Pfingstrosen hatte er organisiert: "Das war nicht so einfach." Und auch die silbernen Verlobungsringe waren etwas ganz Besonderes: "Einige haben damals aus Not die Metallringe von Konservendosen nehmen müssen."

Weihnachten 1943 klappte es mit dem Urlaub, aber nicht mit den Behörden. "Der Andrang auf dem Standesamt im Hans-Sachs-Haus war zu groß. Man hat uns empfohlen: Kommen Sie morgen wieder" sagt er. Sein Vater habe wegen ihres Alters (21) gefrozzelt: "Trauungen für Kinder finden erst morgen statt." Und die "Kinder" kamen wieder: Am Heiligen Abend gaben sie sich im Hans-Sachs-Haus das Ja-Wort. An das vor ihnen getraute Paar - zwei Kleinwüchsige - können sie sich ebenso erinnern wie ans Hochzeitessen: "Meine Mutter hat ein Kaninchen geschlachtet", sagt Hildegard Gendrzeiko. Gefeiert wurde im engen Kreis, wobei der Begriff "eng" angesichts der neun Geschwister des Bräutigams weiter gefasst werden muss. Am 1. Weihnachtstag fand die kirchliche "Not"-Trauung statt - in der Wohnung von Paul Gendrzeikos Eltern an der Bismarckstraße, in Höhe Zeche Consol. Den kirchlichen Segen erteilte Pastor Schmidt im Wohnzimmer. Altar-Ersatz war der Küchentisch, der zur Feier des Tages in die gute Stube hinübergetragen und geschmückt wurde. Neujahr machte sich der Bräutigam dann wieder auf den Weg nach Detmold.

Zum Kriegsende 1945 hatte Paul Gendrzeiko Glück im Unglück. Zwar geriet der Soldat in russische Gefangenschaft, konnte sich aber absetzen und trat von Görlitz aus den Heimweg an - größtenteils zu Fuß. "Ich war vier Wochen unterwegs und habe häufig in Scheunen geschlafen."

Im Vergleich zu den ersten eineinhalb Jahren verlief das Leben für das Ehepaar anschließend wie ein langer, ruhiger Fluss. Paul Gendrzeiko wurde Zugführer bei der Bundesbahn und wechselte später in die Essener Direktion. Innerhalb von 14 Monaten stellte sich zweimal Nachwuchs ein. Und über die Stationen Bochumer Straße und Schultestraße landeten sie 1978 in einer Neubauwohnung an der Husemannstraße in der Altstadt, in der sie bis heute leben.

Während die Goldene und die Diamantene Hochzeit größer gefeiert wurden (im Hotel Verkehrshof und in Ostrops Hof), ist das Eiserne Paar heute bei Sohn Manfred in Westerholt zu Gast. Und nach den Weihnachtstagen geht´s zum Essen ins Restaurant Schloß Berge. Vielleicht ist ja Kaninchen auf der Speisekarte.


Geht doch...

WAZ hat geschrieben: Geöffnet - geschlossen: Weihnachten bis 5. Januar

Gelsenkirchen, 23.12.2008, 1 Kommentar, Trackback-URL

Finanzamt stellt die Wahrungsfrist sicher

Die Gelsenkirchener Geschäftsstellen der AOK haben an Heiligabend und an Silvester von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Am 27. Dezember entfällt die Samstagsöffnungszeit, aber ab dem 29. Dezember und 2. Januar steht der Kundenservice wieder zu den gewohnten Zeiten zur Verfügung.

Die Wellness-Anlage Activarium im Revierpark Nienhausen ist an folgenden Tagen geschlossen: 24. und 25. Dezember, 31. Dezember und 1. Januar. An allen anderen Tagen ist das Activarium zu den üblichen Zeiten geöffnet.

Für die Bogestra-Kundencenter gelten an Heiligabend und Silvester geänderte Öffnungszeiten: Kundencenter am Bahnhofsvorplatz (7 bis 13 Uhr), Kundencenter Goldbergstraße in Buer (7 bis 13 Uhr). Die Abostelle in der Bochumer Hauptverwaltung ist an Heiligabend und Silvester ebenfalls von 7 bis 12 Uhr geöffnet.

Die Agentur für Arbeit und das Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen sind am 24. und 31. Dezember geschlossen. Am Montag, 29. Dezember, Dienstag, 30. Dezember, und Freitag, 2. Januar, gelten die üblichen Öffnungszeiten und die Dienstleistungen werden ab 13 Uhr angeboten. Diese Regelung gilt auch für Buer.

Das Sport-Paradies und die Gelsenkirchener Bäder sind am 24. und 25. Dezember geschlossen. Am zweiten Weihnachtstag bleiben die Hallenbäder Buer, Horst und das Zentralbad zu, während das Sport-Paradies von 9 bis 22 Uhr geöffnet ist. Am 1. Januar sind alle Bäder geschlossen, lediglich das Sport-Paradies ist von 13 bis 22 Uhr geöffnet.

Alle Verwaltungsstellen der Stadt Gelsenkirchen bleiben während der Weihnachtsfeiertage sowie am 24. und 31. Dezember für den Publikumsverkehr geschlossen. Ausnahme für diese Regelung gibt es bei der Musikschule. Hier bleibt das Büro vom 22. Dezember bis 2. Januar geschlossen. Die Bußgeldstelle ist am 2. Januar nur eingeschränkt als Bereitschaftsdienst erreichbar. Die Stadtbibliothek hat zusätzlich zu den Feiertagen auch am Samstag, 27. Dezember, geschlossen. Der Bücherbus der Bibliothek legt vom 23. Dezember bis 6. Januar eine Weihnachtspause ein.

Die Geschäftstellen von SPD (August-Bebel-Haus) und CDU (Munckelstraße) sind bis 4. Januar nicht besetzt.


WAZ hat geschrieben: FC Schalke 04 II

Ecki und die Zweite

Sport, 24.12.2008, Andree Hagel, 2 Kommentare, Trackback-URL

Seht selbst!


WAZ hat geschrieben: Aus dem Polizeibericht

Einbrüche in zwei Lottoannahmestellen

Gelsenkirchen, 23.12.2008, Tina Bucek, 0 Kommentare, Trackback-URL
Zigaretten geklaut

Gleich in zwei Lotto-Annahmestellen in der Feldmark brachen bisher unbekannte Täter in der Nacht zu Dienstag ein und klauten Zigaretten. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um dieselben Täter handelt.

In dem Geschäft an der Fürstinnenstraße 32 kann die Tatzeit mit ca. 2 Uhr ziemlich genau angegeben werden. Der Eingang zum Geschäft liegt in einem kleinen Windfang. Hier schlugen die Täter eine Schaufensterscheibe im unteren Bereich massiv ein. Im Innern des Geschäftes klauten sie aus Schubläden ca. 40 Stangen Zigaretten der Sorten Marlboro, West, John Player, HB und Camel. Anschließend verließen sie das Geschäft durch den Einstiegsweg.

Beim zweiten Tatort in der Feldmarkstraße 106 kann die Tatzeit nicht genau bestimmt werden. Der Einbruch wurde um kurz nach 6 Uhr bemerkt. Vor dem Eingangsbereich zerstörten die Täter ein Scherengitter und bogen es nach oben. Durch das Zutrittsloch gelangten sie in den Windfang und brachen hier mit körperlicher Gewalt die gläserne Eingangstür auf. Im Innern des Geschäftes klauten sie ebenfalls aus Schubläden und Schubregalen eine Vielzahl von Stangen und einzelnen Packungen und zwar quer Beet durchs gesamte Sortiment. Die Täter verließen das Geschäft durch die aufgebrochene Tür.

Die Polizei sucht Zeugen, die in der Nacht verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben.

Hinweise bitte unter 0209 / 365 8112 od. 7640.


WAZ hat geschrieben: WEIHNACHTEN HINTER GITTERN

Komm Papa, wir fliegen raus!

Gelsenkirchen, 25.12.2008, Von Tina Bucek, 1 Kommentar, Trackback-URL

Einmal im Monat treffen Häftlinge in der Justizvollzugsanstalt (JVA) ihre Kinder. Wenn die knallharten Machos mit ihren Dreikäsehochs basteln, werden sie ganz weich. Eine Geschichte über Vaterliebe und das Warten auf Freiheit

In dieser Geschichte möchte niemand erkannt werden, darum heißt keiner, wie er richtig heißt. Aber sonst ist alles ganz echt: Dass der Vater eigentlich im Gefängnis sitzt, und seine beiden Kinder mit Mama eigentlich zu Hause. Dass das heute aber anders ist: Dass Kekse und Kerzen auf dem Tisch stehen und die Türen offen im Knast und Dreikäsehochs im Flur an den Händen von Frauen mit Erwartung im Blick. Dass keiner von Vollzug redet, sondern alle von Vater-Kind-Tag.

"Ich habe mich so auf den Papa gefreut. Der Papa ist für mich der Größte, ich weiß, er hat Mist gebaut, Mama hat mir das gesagt. Abends vor dem Einschlafen warte ich immer auf den Papa. Manchmal mache ich die Augen zu und sage "Komm Papa, wir fliegen!" Dann fliegen wir raus aus dem Gefängnis." (Lisa, 7) Es ist ein regnerischer Tag, so grau, dass man die Taschenlampensprache hört. Taschenlampensprache ist ein Wort, das hat sich Julien ausgedacht, als er seinen Papa das erste Mal hinter den Gefängnismauern besucht hat. Dass man hier in der Justizvollzugsanstalt keine Telefone besitzen darf, kein Internet, sich dafür mit Leuchtzeichen durch die Gitterstäbe verständigt - für einen Zehnjährigen schwer zu verstehen.

"Ich liebe meine Kinder. Ich habe noch sechs Monate abzusitzen, ich denke sehr oft an Zuhause. Hier klar zu kommen, die viele Zeit hinter sich zu bringen und zu wissen, die Frau sitzt mit den Kindern zuhause allein - das ist manchmal schrecklich, schwer auszuhalten im Kopf. Auch für die Kinder ist es schlimm. Ich habe mir vorher nicht überlegt, was ich ihnen damit eigentlich antue." (Markus, Häftling) Obwohl die Organisatoren von der JVA alles getan haben, um diesen Nachmittag so normal wie möglich zu gestalten: Der Tisch im Gemeinschaftsraum ist mit bunten Servietten und Kuchentabletts gedeckt, für die Kinder gibt es Spielzeug, Bastelutensilien: Im Gefängnis ist nichts normal. Die Häftlinge werden nicht aus den Augen gelassen, jede Tür, die aufgeschlossen wird, wird sofort wieder zugeschlossen, vor den Fenstern hängen Gitter.

"Ja, für mich ist es schwer. Den Tagesablauf, den ganz normalen Kram, den kriegen wir zuhause hin. Aber den Papa kann niemand ersetzen. Den Tag, bevor Besuchstag ist, sind die Kinder immer ganz aufgeregt. Schlimm ist, wenn der Nachmittag zuende ist. Da wird viel geweint."

(Sabine, Frau eines Häftlings) Jetzt wird gebastelt: Laternen aus Luftballons und Krepppapier. Lisa reicht ihrem Papa die Klebe.

Lisa: "Welche Farbe soll unser Ballon haben, Papa?"

Papa: "Rosa?"

Lisa: "Rosa ist eine Farbe für Babys. Lieber rot."

Papa: "Na meinetwegen."

Lisa: "Aber du musst sagen, welche Farbe es sein soll, die Laterne ist doch für dich!"

Papa: "Nein Lisa, wir dürfen hier keine Laternen haben, die Laterne musst du mit nach Hause nehmen."

Lisa: "Und wenn ich sie anzünde, denke ich an dich!"

Der Nachmittag ist um. Türen fallen zu, Schlüssel knarren im Schloss. Aus dem Grau im Hof ist Nacht geworden. Was bleibt an Weihnachten? Das Licht der Laterne auf Lisas Nachttisch; Und Papa die Taschenlampensprache.


WAZ hat geschrieben: Bergmannsheil

Patient nachts abgewiesen

Gelsenkirchen, 23.12.2008, Lars-Oliver Christoph, 37 Kommentare, Trackback-URL

Gelsenkirchen. In der Nacht sucht Thomas Hensel mit starken Schmerzen in der Schulter die Notaufnahme des Bergmannsheil auf. Eine gute Stunde später verlässt er die Klinik wieder - ohne untersucht worden zu sein und mit einer schriftlichen ärztlichen Bescheinigung, dass er „unverfroren” sei.

Seit Monaten ist der 33-Jährige wegen einer „Kalkschulter” (Sehnenreizung) in fachärztlicher Behandlung; im Januar hat er einen OP-Termin. In besagter Nacht seien die Schmerzen so stark wie nie gewesen und nicht nur bei Bewegungen aufgetreten, so Hensel. Auch leichte Schmerztabletten hätten nichts bewirkt.

Seine Freundin fährt ihn zum Bergmannsheil. In der Notaufnahme schildert der Bueraner einem Pfleger den Fall, zahlt 10 € Praxisgebühr und nimmt im (leeren) Wartezimmer Platz. Kurz darauf wird er ins Behandlungszimmer gebeten. Was anschließend passiert, darüber gibt es unterschiedliche Aussagen.

"Fachärztliche Beobachtung"
Bergmannsheil-Geschäftsführer Werner Neugebauer schildert auf WAZ-Anfrage den Vorfall so: Der Mediziner, „ein erfahrener Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie”, sei zu Beginn des Gesprächs vom Patienten auf dessen Medikamentenunverträglichkeit hingewiesen worden. Der Arzt habe verantwortungsbewusst gehandelt, indem er sich nach einer Risikoabwägung gegen eine Schmerzmittelabgabe entschieden habe.

Und warum ist der Patient nicht untersucht worden? „Die fachärztliche Beobachtung der Bewegungsabläufe des Patienten zur Einschätzung der Schmerzen in der rechten Schulter - zum Beispiel die Nutzung der Türklinke mit der rechten Hand der betroffenen Körperhälfte oder das An- und Ausziehen der Jacke - zeigte keine Auffälligkeiten”, so Neugebauer.

Widersprüchliche Darstellungen
Nicht nur dieser Darstellung widerspricht Hensel. „Ich habe während der gesamten Zeit meine Jacke gar nicht ausgezogen.” Und: Er habe nicht die Klinke runtergedrückt, sondern sei ins Zimmer geführt worden. Dort habe ihn der offenbar vom Pfleger vorab informierte Arzt bereits mit dem Vorwurf empfangen, dass es unverschämt sei, mitten in der Nacht aus diesem Grund in der Klinik aufzutauchen. Auf die Medikamentenunverträglichkeit habe er mit dem Arzt erst später gesprochen.

„Er hat sich die Schulter nicht einmal angeschaut”, sagt Hensel. Das sei auch bei seinem Facharzt, den er am nächsten Morgen sofort aufsuchte, auf Unverständnis gestoßen. Der Orthopäde diagnostiziert eine Entzündung und gab ihm eine Spritze.

Zumindest einen Fehler räumt die Klinik ein: die ungewöhnliche Bescheinigung des Chirurgen. „Die Vorstellungen des Patienten finde ich unverfroren!!”, schrieb dieser im Beisein Hensels unter anderem in einen Bericht an den Haus- bzw. Facharzt. „Das ist natürlich nicht in Ordnung”, sagt Neugebauer. Da habe sich wohl etwas hochgeschaukelt.
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Beitrag Gelsenkirchen - einmal anders gesehen! Montag, 26. 01 2009, 22:12

Gelsenkirchen - einmal anders gesehen!

Stichwort: Termine

Das muß ich wohl überlesen haben oder vllt. war es zu klein gedruckt für meine alten Augen; mag sein, es stand gar nicht drin - in der WAZ...

Hätte ich keine persönliche Einladung erhalten, ich hätte nichts davon gewußt und schade wärs drum...

Also, an dieser Stelle mal etwas besonders Erfreuliches:

Stadt Gelsenkirchen, Vertreterinnen und Vertreter von Gruppen und der ZWAR Zentralstelle NRW laden ein!

Motto: "Wenn ich erst einmal Zeit habe, dann..."

Heute, Montag dem 26.01.2009, fand um 18:30 Uhr im Begegnungszentrum der AWO, Grenzstraße 47, 45881 Gelsenkirchen die Gründungsveranstaltung von ZWAR - Ortsteil Schalke - statt.

"ZWAR? Wassn dat?"

Zwar steht für
1. Zwischen Arbeit und Ruhestand

bzw.
2. Zukunfts Werkstatt Alter und Ruhestand!


>>Sie wollen mehr wissen?! Klicken Sie hier!<<

Gefördert vom Ministerium für Generationen etc.pp.!

Neugierig geworden?

:wink:
Zuletzt geändert von don.eule.vom.dom am Montag, 26. 01 2009, 22:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag Gelsenkirchen - einmal anders gesehen! Samstag, 31. 01 2009, 22:39

Gelsenkirchen - einmal anders gesehen!

GÜRTEL ENGER SCHNALLEN!

WAZ hat geschrieben:Verbraucher
Gürtel enger schnallen (1)

Gelsenkirchen, 24.12.2008, Redaktion, 2 Kommentare, Trackback-URL

Bürger müssen sich ob der wirtschaftlichen Talfahrt darauf einstellen, dass sie 2009 den Gürtel enger schnallen müssen.

Das meint die Verbraucherzentrale Gelsenkirchen. Sie hat die wichtigsten beschlossenen und geplanten Änderungen zusammengefasst. Hier Teil 1: Finanzen.

Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge

Ab Januar 2009 werden Zinserträge, Dividenden und Kursgewinne mit der Abgeltungssteuer von 25 Prozent versteuert, so die Verbraucherzentrale. Hinzu kommen Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer – in der Summe bis 28,625 Prozent. Kursgewinne bleiben künftig nur noch bei Wertpapieren steuerfrei, die bis 31. Dezember 2008 erworben wurden und mindestens ein Jahr gehalten werden. Kursgewinne aus Wertpapieren, die ab 1. Januar 2009 gekauft werden, unterliegen dann unabhängig von der Anlagedauer der Abgeltungssteuer von 25 Prozent. Von dieser Steueränderung sind grundsätzlich alle nicht staatlich geförderten Kapitalanlage- und Vorsorgeprodukte betroffen, zum Beispiel auch Fonds- und Banksparpläne. Demgegenüber genießen Kapitallebensversicherungen weiterhin das Privileg der hälftigen Ertragsbesteuerung, wobei am Ende der Vertragslaufzeit die Hälfte der Erträge mit dem persönlichen Steuersatz versteuert wird. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Vertrag mindestens zwölf Jahre läuft und nicht vor dem 60. Lebensjahr ausgezahlt wird. Staatlich geförderte Vorsorgeprodukte wie Riester- oder Rürup-Rente unterliegen nicht der Abgeltungssteuer, da hier das spezielle System der nachgelagerten Besteuerung gilt. Vorteile bringt die Abgeltungssteuer vielen Sparern, die auf Anlagen mit normaler Zinszahlung setzen. Lag der persönliche Steuersatz bisher über 25 Prozent, muss künftig weniger an den Fiskus abgeführt werden. Liegt der Satz unter 25 Prozent, können Sparer sich einen Teil der Abgaben mit der Steuererklärung zurückholen. Weiterhin gilt außerdem der Sparerfreibetrag von 801 Euro je Person.

Abgeltungssteuer Nichtveranlagungsbescheinigung

Personen, die keine Einkommenssteuern zahlen, und Geringverdiener mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unterhalb des steuerlichen Grundfreibetrags von 7.664 Euro, können sich durch eine Nichtveranlagungsbescheinigung auch von der Abgeltungssteuer befreien lassen. Wer eine gültige Bescheinigung hat, für den ändert sich zum 1. Januar 2009 nichts. Eine Nichtveranlagungsbescheinigung stellt das Finanzamt aus. Ein Online-Formular gibt’s unter https://www.formulare-bfinv.de .

Altersentlastungsbetrag

Das Finanzamt gewährt all denjenigen, die das 64. Lebensjahr vollendet haben, einen so genannten Altersentlastungsbetrag. Entscheidend für die Höhe der steuerlichen Vergünstigung ist das Jahr, in dem sie das 64. Lebensjahr vollenden. Ist das 2008 der Fall, erhalten sie zeitlebens einen Entlastungsbetrag von 35,2 Prozent, maximal jedoch 1.672 Euro.

Bausparvertrag

Wer nach dem 1. Januar 2009 einen Bausparvertrag abschließt, erhält die Wohnungsbauprämie nur noch dann, wenn das angesparte Geld später auch für Bau oder Renovierung beziehungsweise Kauf eines Hauses oder einer Wohnung verwendet wird. Ebenso können in der Regel nur noch Sparer, die bei Vertragsabschluss jünger als 25 Jahre sind, das Geld nach Ablauf der Sieben-Jahres-Frist für freie Zwecke – etwa für den Kauf eines Autos – verwenden. Bestehende Verträge bleiben von der neuen Regelung unberührt.

Erbschaftssteuer

Selbstgenutztes Wohneigentum kann künftig nicht nur unter Ehepartnern, sondern auch in eingetragenen Lebenspartnerschaften steuerfrei vererbt werden. Vorausgesetzt, die Wohnung wird für die kommenden zehn Jahre auch selbst genutzt. Bei Kindern gilt für die Steuerfreiheit zusätzlich eine Höchstgrenze von 200 Quadratmetern. Die Freibeträge für Vermögen für nahe Angehörige werden zudem angehoben: Für Ehegatten von bisher 307.000 Euro auf 500.000 Euro, für Kinder von 205.000 Euro auf 400.000 Euro, für Enkelkinder von 51.200 Euro auf 200.000 Euro. Geschwister, Nichten und Neffen zahlen künftig jedoch mehr. Ihr steuerlicher Freibetrag beträgt nur 20.000 Euro, die Steuersätze liegen zwischen 30 und 50 Prozent. Dies gilt auch für eingetragene Lebenspartnerschaften und Erben außerhalb des engen Familienkreises. Die Steuersätze für Ehegatten und Kinder machen hingegen nur sieben bis 30 Prozent aus. Aufgrund der hohen Freibeträge ist der größte Teil der Schenkungen und Erbschaften jedoch steuerfrei. Erben von Firmen müssen keine Erbschaftssteuer zahlen, wenn der Betrieb im Kern zehn Jahre weitergeführt wird und eine bestimmte Zahl an Arbeitsplätzen erhalten bleibt. Wird ein Unternehmen dagegen nur sieben Jahre lang weitergeführt, müssen 15 Prozent an Steuern abgeführt werden. Der Ertrag aus der Erbschaftssteuer in Höhe von vier Milliarden Euro soll den Ländern weiterhin erhalten bleiben.

Arbeitslosenversicherung

Der Beitragssatz wird ab 1. Januar von 3,3 Prozent auf 2,8 Prozent sinken. Mit diesem dritten Beitragsschritt nach unten seit Anfang 2007 soll die Belastung aus der Anhebung des Krankenkassenbeitrags auf einheitlich 15,5 Prozent vorübergehend ausgeglichen werden. Ab Mitte 2010 soll der Satz auf 3 Prozent steigen.

Beitragsbemessungsgrenzen für Pflichtversicherungen

Ab Januar 2009 gelten in der gesetzlichen Kranken-, Pflege- sowie Renten- und Arbeitslosenversicherung neue Grenzen für die Versicherungspflicht und die Beitragsbemessung. Die Beitragsbemessungsgrenze, das heißt die Messlatte, bis zu welcher Einkommenshöhe Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung gezahlt werden müssen, steigt für alte und neue Bundesländer einheitlich von 3.600 Euro auf jährlich 3.675 Euro. Monatliches Einkommen, das darüber hinausgeht, wird nicht mehr mit Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen belastet. Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung sowie in der Arbeitslosenversicherung wurde von 5.300 Euro auf 5.400 Euro pro Monat (Westdeutschland) bzw. von 4.500 Euro auf 4.550 Euro pro Monat (Ostdeutschland) erhöht.

Kindergeld und Kinderfreibetrag

Für das erste und zweite Kind steigt das Kindergeld um zehn Euro von 154 Euro auf 164 Euro pro Monat, bei allen weiteren Kindern um jeweils 16 Euro: Für das dritte Kind erhalten Familien 170 Euro, ab dem vierten Kind jeweils 195 Euro pro Monat. Daneben erhöht sich auch der jährliche Kinderfreibetrag von 3.648 Euro um 216 Euro auf 3.864 Euro. Addiert man den Betreuungs- und Erziehungsfreibetrag dazu, können Familien Freibeträge von insgesamt 6.024 Euro (statt zuvor 5.808 Euro) für jedes Kind verbuchen. Für Gutverdiener fällt die Erhöhung geringer aus: Die Freibeträge sind bei einem Kind künftig erst ab 67.000 Euro (vorher 63.000 Euro) günstiger als das Kindergeld.

Lohnersatzleistungen

Die Behörden müssen ab dem kommenden Jahr melden, wer Lohnersatzleistungen wie Elterngeld, Krankengeld, Arbeitslosengeld I erhält. Überschreiten diese Einkünfte 410 Euro im Jahr, müssen Bezieher dies in einer Steuererklärung beim Finanzamt angeben.

Elterngeld

Auch Großeltern können künftig bei ihrem Arbeitgeber Elternzeit beantragen, wenn sie den Nachwuchs ihres Kindes betreuen wollen. Voraussetzung ist allerdings, dass ein Elternteil minderjährig ist oder als junger Volljähriger noch die Schule besucht oder eine Ausbildung macht. Eine entsprechende Gesetzesänderung, die ab 1. Januar in Kraft treten soll, muss noch den Bundesrat passieren. Ein Elterngeld erhalten die Großeltern nicht. Dies bleibt den Eltern vorbehalten. Bei Minderjährigen dürfte das in der Regel das Mindestelterngeld von 300 Euro sein. Mit der Neuregelung soll vor allem bei so genannten Teenager-Schwangerschaften geholfen werden. Auch die Bezugsdauer des Elterngeldes kann künftig einmal ohne Begründung geändert werden. Das seit Anfang 2007 bestehende Elterngeld ist eine Lohnersatzleistung für die ersten 14 Monate nach Geburt eines Kindes.

Versicherungen von Altkunden

Künftig sind die Kündigungsregeln nicht nur für Neu-, sondern auch für Altkunden gelockert. Und der Wechsel in eine andere Versicherung ist einfacher. Verträge mit längerer Bindung – beispielsweise für zehn Jahre – können nun erstmals zum Ende des dritten Jahres gekündigt werden. Bisher war dies erst zum Ende des fünften Versicherungsjahres möglich. Gekündigt werden muss unverändert ein bis maximal drei Monate vor Vertragsende. Wird der Beitrag erhöht, ohne dass sich die Leistung verbessert, oder wird der Versicherungsschutz herabgesetzt und die Prämie nicht, können Kunden ein Sonderkündigungsrecht nutzen. Auf die Beitragserhöhung muss der Versicherer spätestens einen Monat vorher hinweisen. Auch im Schadensfall kann ein Vertrag außerordentlich gekündigt werden. Endet ein Vertragsverhältnis, werden die geleisteten Prämienzahlungen nicht mehr einbehalten, sondern anteilig erstattet.

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Bericht: Gürtel enger schnallen (2) - GEZ-Gebühren; Verpackungsgrößen Fertigpackungen; Fahrgastrechte; Katalogpreise – Reisen; Kfz-Steuer für umweltfreundliche Fahrzeuge; Pendlerpauschale


WAZ hat geschrieben:Verbraucher
Gürtel enger schnallen (2)


Gelsenkirchen, 26.12.2008, Redaktion, 0 Kommentare, Trackback-URL

Bürger müssen sich ob der wirtschaftlichen Talfahrt darauf einstellen, dass sie 2009 den Gürtel enger schnallen müssen.

Das meint die Verbraucherzentrale Gelsenkirchen. Sie hat die wichtigsten beschlossenen und geplanten Änderungen zusammengefasst. Hier Teil 2.

GEZ-Gebühren

Die Rundfunkgebühr soll ab 2009 von derzeit 17,03 Euro um 95 Cent auf 17,98 Euro (5,76 Euro für Hörfunk und 12,22 Euro für Fernsehen) im Monat steigen. Die Bundesländer müssen noch entscheiden, ob sie den Vorschlag der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) folgen. Das Bundesverfassungsgericht hat den Ländern jedoch enge Grenzen für eine Abweichung vom KEF-Vorschlag gesetzt.

Verpackungsgrößen Fertigpackungen

Die Hersteller von Lebensmitteln, Waschmitteln und Lacken können ab 11. April 2009 die Verpackungsgrößen für ihre Produkte frei wählen. Ab dann gelten etwa bei Lebensmitteln variable Packungsgrößen für Erzeugnisse in Fertigpackungen mit Ausnahme von Wein, Schaumwein und Spirituosen. Mit dieser europaweiten Regelung sollen Hersteller mehr Produktionsspielraum und Kunden eine größere Wahlfreiheit bei Füllmengen erhalten. Zur besseren Orientierung beim Kauf müssen auf Fertigpackungen der Endpreis sowie der Preis pro Maßeinheit angegeben werden. Packungen, die Verbraucher irreführen, sind nach wie vor verboten.

Fahrgastrechte

Fahrgäste, die mit dem Zug unterwegs sind, können künftig im begrenzten Umfang auf eine Entschädigung bei Verspätung und Ausfall von Zügen pochen. Ab 60 Minuten Verspätung im Nah- und Fernverkehr bekommen Kunden 25 Prozent des Fahrpreises erstattet, ab 120 Minuten 50 Prozent. Kommt ein Zug im Nahverkehr mindestens 20 Minuten zu spät, können Fahrgäste auf einen alternativen Zug – auch des Fernverkehrs oder eines Fremdunternehmens – ausweichen. Sie erhalten ggf. fällig werdende Mehrkosten zurück. Bei Ausfall des letzten Zuges nach 20 Uhr oder bei einer 60-minütigen Verspätung zwischen 23 Uhr und 5 Uhr werden Taxikosten bis zu 50 Euro erstattet. Der vom Bundestag bereits gebilligte Gesetzentwurf muss noch den Bundesrat passieren, damit er ab Mai 2009 rechtswirksam ist. Sollte eine Einigung nicht zustande kommen, gilt die am 3. Dezember 2009 in Kraft getretene EU-Verordnung über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr (EU-Fahrgastrechte-Verordnung).

Katalogpreise – Reisen

Deutsche Reiseveranstalter dürfen ihre Katalogpreise nachträglich erhöhen. Urlauber müssen damit rechnen, dass die Beträge in den Preisbeilagen der neuen Reisekataloge für 2009 während der Saison nach oben geschraubt werden. Verlangen Hotels oder Fluggesellschaften mehr Geld, dürfen die Reiseveranstalter die Aufschläge an ihre Kunden weitergeben. Dies ist aber nur erlaubt, wenn im Katalog ein entsprechender Hinweis steht. Spätestens bei der Buchung müssen Kunden auf möglicherweise geänderte Katalogpreise aufmerksam gemacht werden.

Kfz-Steuer für umweltfreundliche Fahrzeuge

Um Entwicklung und Betrieb umweltfreundlicher Autos zu fördern, kommen Käufer, die bis zum 30. Juni 2009 ein neues Auto erwerben, in den Genuss einer Steuerbefreiung von einem Jahr. Für Fahrzeuge, die die Euro-5- und Euro-6-Norm erfüllen, verlängert sich die maximale Kfz-Steuerbefreiung auf maximal zwei Jahre ab Erstzulassung. Die Regelung gilt rückwirkend für Neuwagenkäufe ab dem 5. November 2008. Ab 2011 wird die Kfz-Steuer dann bei neu zugelassenen Autos nicht mehr nach dem Hubraum, sondern nach dem Schadstoff- und CO²-Ausstoß des Fahrzeugs bemessen. Außerdem: Der Steuersatz für reinen Agro-Diesel steigt ab Januar von 15 Cent auf 18 Cent.

Pendlerpauschale

Aufgrund eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts ist die alte Regelung zur Pendlerpauschale vorerst wieder in Kraft. Pendler können rückwirkend ab Januar 2007 für die Wegstrecke ab dem ersten Kilometer zwischen Wohnsitz und Arbeitsplatz 30 Cent pro Kilometer steuerlich absetzen. Dieser Regelung hatte die Bundesregierung seit 2007 einen Riegel vorgeschoben. Nur Fahrtkosten ab dem 21. Kilometer konnten seither per Härtefallregelung mit 30 Cent pro Kilometer steuerlich geltend gemacht werden. Betroffene Pendler sollen schon in den ersten drei Monaten des neuen Jahres Rückzahlungen von bis zu drei Milliarden Euro aus den Jahren 2007 und 2008 erhalten. Die Finanzämter sollen in Abstimmung mit den Bundesländern angewiesen werden, die Steuerbescheide möglichst schnell automatisch zu korrigieren. Extra-Anträge müssten dazu nicht gestellt werden.

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WAZ hat geschrieben:Verbraucher
Gürtel enger schnallen (3)

Gelsenkirchen, 27.12.2008, Redaktion, 0 Kommentare, Trackback-URL

Bürger müssen sich ob der wirtschaftlichen Talfahrt darauf einstellen, dass sie 2009 den Gürtel enger schnallen müssen.

Das meint die Verbraucherzentrale Gelsenkirchen. Sie hat die wichtigsten beschlossenen und geplanten Änderungen zusammengefasst. Hier Teil 3: Gesundheit und Pflege.

Arzneimittelfestbeträge

Ab dem 1. Januar gelten neue Festbeträge für bestimmte verschreibungspflichtige Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck, Schizophrenie und krankhafte Störungen des Bewegungsablaufs. Die Krankenkassen bezahlen hierbei nicht den von den Pharmaherstellern festgesetzten Preis, sondern nur den Betrag, der jeweils für eine Gruppe von vergleichbaren Medikamenten festgelegt wurde. Bei rezeptpflichtigen Medikamenten, die den Festbetrag der Krankenkassen übersteigen, müssen Patienten den Mehrpreis zuzüglich zur gesetzlichen Zuzahlung von fünf bis zehn Euro pro Packung selbst berappen. Darüber hinaus wurden bei einigen Medikamenten neue Zuzahlungsbefreiungsgrenzen festgelegt, so dass Versicherte bei einigen Medikamenten nichts mehr zuzahlen müssen. TIPP: Patienten sollten sich beim Arzt oder Apotheker erkundigen, inwiefern sie von diesen Neuregelungen auch betroffen sind.

Gesundheitsfonds

Mehr als 90 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten werden im nächsten Jahr mit einem höheren Beitrag zur Kasse gebeten, wenn 15,5 Prozent des Bruttoverdiensts (Arbeitgeberanteil 7,3 Prozent) in einen Gesundheitsfonds fließen. Aus dieser Finanzsammelstelle erhalten die Krankenkassen einen festen Anteil für jeden ihrer Versicherten – gestaffelt unter anderem nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand. Kommen sie mit den zugewiesenen Mitteln nicht aus, können sie von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag fordern. Dieser darf ein Prozent des beitragspflichtigen Einkommens des Versicherten nicht übersteigen. Allerdings kann die Krankenkasse einen Pauschalbetrag von bis zu acht Euro pro Monat ohne Einkommensprüfung einziehen. Verlangt eine Kasse diesen Zusatzbeitrag, haben die Versicherten ein Sonderkündigungsrecht und können zu einer anderen Kasse wechseln. Die Krankenkassen müssen auf die Anhebung des Beitragssatzes hinweisen. Benötigen sie die Zuwendungen aus dem Gesundheitsfonds nicht in vollem Umfang, können sie die Überschüsse als Prämien an ihre Mitglieder auszahlen. Am Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenkassen ändert sich durch die Neuregelungen nichts.

Krankengeld für Selbstständige

Wer als Selbstständiger freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist, zahlt ab Januar einen ermäßigten Krankenkassenbeitrag von 14,9 Prozent. Kassen dürfen dieser Versichertengruppe jedoch bei einer längeren Erkrankung kein Krankengeld mehr zahlen. Stattdessen müssen sie Freiberuflern einen speziellen Wahltarif zur Absicherung gegen Arbeitsunfähigkeit anbieten. Wer diesen Extra-Tarif wählt, darf die zuständige Krankenkasse für drei Jahre nicht wechseln. TIPP: Eine Alternative, einen möglichen Verdienstausfall bei längerer Krankheitsdauer abzufedern, besteht im Abschluss einer privaten Krankenzusatzversicherung – dem so genannten Krankentagegeld.

Private Krankenversicherung

Ab dem 1. Januar sollen die privaten Krankenkassen einen Basistarif anbieten, der dem Leistungsniveau der gesetzlichen Krankenkassen entspricht. Wer bereits privat versichert ist, hat im ersten Halbjahr 2009 die Möglichkeit, in den Basistarif eines anderen Versicherers zu wechseln und dabei die Altersrückstellungen, die im Basistarif angefallen sind, mitzunehmen. Er ist danach aber für 18 Monate daran gebunden. Versicherten darf die Aufnahme in diesen Tarif nicht verweigert werden. Es dürfen auch keine Zuschläge aufgrund eines erhöhten gesundheitlichen Risikos erhoben werden. Der Beitrag für Einzelpersonen darf auch den durchschnittlichen Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht überschreiten. Derzeit liegt der durchschnittliche Höchstbeitrag bei rund 550 Euro. Privat Vollversicherte, die ihren Krankenversicherungsvertrag erst am 01.01.2009 beginnen, können künftig ihre Altersrückstellungen bei einem Wechsel der Versicherung bis zur Höhe des Basistarifs mitnehmen.

Private Krankenversicherungspflicht

Nicht-Versicherte, die aus der privaten Krankenversicherung herausgefallen sind und sich auch nicht als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse angeschlossen haben, müssen sich ab 1. Januar wieder versichern. Wer bisher noch nie versichert war, wird dem Versicherungssystem zugeordnet, das seiner ausgeübten Berufstätigkeit entspricht. Selbstständige etwa werden der privaten Krankenversicherung zugeordnet. TIPP: Um in einigen Jahren etwaige Rückforderungen zu vermeiden, sollten Nichtversicherte ab Januar ihrer Versicherungspflicht nachkommen und sich einen passenden Verscherungsschutz suchen.

Haushaltshilfen

Bisher waren die Steuerregelungen bei den Kosten für Haushaltshilfen sehr komplex. Eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Haushalt ließ sich bis maximal 2400 Euro pro Jahr steuerlich absetzen. Bei Betreuungs- und Pflegeleistungen, die aus eigener Tasche bezahlt werden, bei haushaltsnahen Dienstleistungen (Hausreinigung, Gartenarbeit) und bei Personalkosten für Handwerkerleistungen waren es jeweils maximal 600 Euro. Diese drei verschiedenen Haushaltsleistungen werden nun zusammengelegt. Der gemeinsame Höchstbetrag liegt bei 4000 Euro pro Jahr.

Pflegeberatung

Pflegebedürftige haben Anspruch auf eine individuelle Beratung und Hilfe bei der Organisation der Pflege und der Abwicklung aller Formalien. Die Pflegekassen müssen den Versicherten dazu ein spezielles Fallmanagement anbieten. Hierbei soll der jeweilige Hilfebedarf ermittelt, ein Plan erstellt und die betroffene Person und ihre Angehörigen bei der Umsetzung unterstützt werden. Dazu gehört auch, Kontakte zu Anbietern für hauswirtschaftliche Hilfen, Betreuungsangebote oder Hilfsmittel herzustellen und Informationen über weitere Kostenträger wie beispielsweise die Sozialhilfe einzuholen und sich um die Abwicklung entsprechender Anträge zu kümmern. Darüber hinaus obliegt es den Bundesländern zu entscheiden, ob Kranken- und Pflegekassen in Absprache mit den Kommunen Pflegestützpunkte in Wohnquartieren errichten. Mit Hilfe von Pflegestützpunkten sollen die Pflegedienstleistungen vor Ort besser vernetzt und koordiniert werden: Pflegebedürftige und Angehörige finden hier Rat und Hilfe unter einem Dach. Ist ein Stützpunkt vorhanden, werden die Fallmanager (Pflegeberater) der Pflegekasse dort tätig sein.

Mehr Transparenz in Pflegeeinrichtungen

Die Ergebnisse von Qualitätsprüfungen, die der Medizinische Dienst der Kassen regelmäßig in Heimen und bei ambulanten Pflegediensten durchführt, sollen ab 1. Januar veröffentlicht werden. Die Prüfungen erfolgen in vier Themenbereichen: Pflege und medizinische Versorgung, Umgang mit demenzkranken Bewohnern und anderen gerontopsychiatrisch veränderten Menschen, soziale Betreuung und Alltagsgestaltung sowie Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene. Sie werden ergänzt durch eine Befragung der Bewohner. Die Ergebnisse werden mit Schulnoten von sehr gut bis mangelhaft bewertet. Die Teilergebnisse fließen in eine Gesamtnote ein. Veröffentlicht werden die Beurteilungen künftig an einer gut sichtbaren Stelle im Pflegeheim und im Internet.

Senioren- und Pflegeheime in Nordrhein-Westfalen

Schutz und Rechte von Menschen, die in Alten- und Pflegeheimen leben, werden ab Januar in Nordrhein-Westfalen neu geregelt. Zimmer mit mehr als zwei Betten sind künftig nicht mehr erlaubt. 50 Prozent des Personals muss aus ausgebildeten Fachkräften bestehen. Hierbei zählt auch der Koch als Fachkraft. Heime sollen wohnlicher werden und müssen sich künftig nicht mehr an den Bauvorschriften für Krankenhäuser orientieren. Die Einrichtungen werden künftig ohne Anmeldung von der örtlichen Heimaufsicht kontrolliert. Die Überprüfungen sollen einmal im Jahr stattfinden und die Ergebnisse in Prüfberichten veröffentlicht werden.

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Interessant; diese Worte:

"Wir müssen den Gürtel enger schnallen!" - klingen mir seit mindestens 1983 im Ohr...

Bedenkenswert - nicht wahr?
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Beitrag Samstag, 31. 01 2009, 22:42

20% auf alles.
Ausser auf Tiernahrung.

Und Ladenkasse.
Und Kassiererin.

:shock:
Wer sich zu wichtig für kleinere Arbeiten hält, ist meisstens zu klein für wichtige Arbeiten.
achherje

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Beitrag Gelsenkirchen - einmal anders gesehen! Samstag, 31. 01 2009, 22:49

Gelsenkirchen - einmal anders gesehen!

WAZ hat geschrieben:Aus dem Polizeibericht

Einbrecher geschnappt

Gelsenkirchen, 25.12.2008, Redaktion, 0 Kommentare, Trackback-URL

Der Heilige Abend war gerade vorbei, da gingen zwei 16-Jährige in Bulmke-Hüllen auf Raubzug. Ihr Pech: Sie wurden ertappt und vorläufig festgenommen.

Gegen 3 Uhr, so berichtet die Polizei, wurde das Duo einkassiert, nachdem es versucht hatte, zusammen mit einem weiteren noch flüchtigen Mittäter in ein Jugendheim am Margaretenhof einzubrechen.

Als sich Polizeifahrzeuge näherten, suchten die jungen Männer ihr Heil in der Flucht. Während einer über einen angrenzenden Zaun flüchtete, konnten seine Mittäter noch auf dem Garagenhof gestellt werden. Bei ihrer Durchsuchung fanden die Beamten zwei Teleskopschlagstöcke und ein Klappmesser. Beide Personen wurden dem Polizeigewahrsam zugeführt, die Ermittlungen dauern an.


WAZ hat geschrieben:Aus dem Polizeibericht

Mit Zigarette im Bett eingeschlafen

Gelsenkirchen, 25.12.2008, Redaktion, 0 Kommentare, Trackback-URL

Mit einer brennenden Zigarette war ein Mann am Heiligen Abend im Bett eingeschlafen. Das Bett geriet in Brand, größerer Schaden entstand aber nicht.

Laut Polizei war der 38-jähriger Mann nach Angaben seiner Lebensgefährtin gegen 22 Uhr in seiner Wohnung auf der Boniverstraße in der Feldmark mit der Zigarette eingeschlafen. Die Flammen, so die Polizei weiter, konnten aber selbstständig gelöscht werden, Personen wurden nicht verletzt. Der entstandene Sachschaden ist gering.


WAZ hat geschrieben:Aus dem Polizeibericht

Brände in den Weihnachtstagen

Feuerwehr rückte drei Mal aus

Gelsenkirchen, 26.12.2008, Tina Bucek, 0 Kommentare, Trackback-URL

Menschen kamen nicht zu Schaden

Weil ein 38-Jähriger zu mit seiner brennenden Zigarette im Bett eingeschlafen war, kam es am Heiligabend auf der Boniverstraße zu einem Wohnungsbrand. Dabei war die ie Matratze des Bettes in der Erdegeschosswohung des dreieinhalbgeschossigen Mehrfamilienwohnhauses in Brand geraten. Mehrere Notrufe erreichten die Feuerwehr gegen 22.06 Uhr gleichzeitig und berichteten von einem Wohungsbrand mit Lebendgefahr für die Hausbewohner. Daher wurden zwei Löschzüge, zwei Rettungswagen und ein Notarzt zur Einsatzstelle alarmiert. Dort angekommen konnte relativ schnell Entwarnung gegeben werden. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr hatten die Wohungsinhaber das Feuer mit einem Eimer Wasser gelöscht. Die Einsatzkräfte entfernten den Rauch aus dem Gebäude und konnte wieder Einrücken. Personen wurden nicht verletzt.

Küche brannte, 10 000 Euro Schaden

Weil sie aus einer Wohnung in der Schalker Straße im 1. Obergeschoss Brandrauch bemerkten, riefen Anwohner am ersten Weihnachtstag gegen Mittag die Feuerwehr. Ihren Angaben zufolge sollten sich noch Personen im Hau s und in der Wohnung aufhalten.

Beim Eintreffen der Feuerwehr stellte sich heraus, dass die Küche in der Wohnung brannte. Alle Bewohner hatten das Gebäude bereits verlassen. Der Brand wurde wurde gelöscht. Die verrauchten Bereiche gelüftet. Sachschaden: Ca. 10 000 Euro.

Falscher Feuer-Alarm, null Spannung im MIR

Die automatische Brandmeldeanlage des Musiktheaters alarmierte gegen 20.20 Uhr an Heiligabend die Feuerwehr Gelsenkirchen. An der Einsatzstelle fanden die Einsatzkräfte fast das ganze Gebäude spannungslos vor. Die Auswertung der Brandmeldeanlage führte die Beamten zu einer Trafostation des Gebäudes. Ein Trafo hatte durch einen technischen Defekt den Brandalarm ausgelöst und sich anschliessend abgeschaltet. Zu löschen gab es nichts. Die Spannungsversorgung des Gebäudes wurde wieder sichergestellt.
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Beitrag Gelsenkirchen - einmal anders gesehen! Samstag, 31. 01 2009, 22:53

Gelsenkirchen - einmal anders gesehen!

WAZ hat geschrieben:Vertrauen nicht verspielen

Meinung, 26.12.2008, Oliver Schmeer, 0 Kommentare, Trackback-URL

Über die Verantwortung von Krankenhäusern

Sein juristisches Ende fand jüngst vor Gericht der tödlich geendete Unfall bei einem Krankentransport. Die Urteile waren milde, weil strafrechtlich wenig ins Gewicht fiel. Länger zurück liegt der Fall eines Patienten, der nur im dünnen Krankenhemd quasi vor die Tür gesetzt wurde. Und vor wenigen Tagen berichteten wir über einen Schmerzpatienten, der sich nachts in der Notfallambulanz im Bergmannsheil schlecht und ungehörig behandelt fühlte.

Weit gravierender ist das, was eine Leserin daraufhin berichtete: Da soll ein schwer kranker Mann, wenn auch zunächst vielleicht ausgelöst durch eigenes Fehlverhalten, zwischen Krankenhäusern hin und her geschoben worden sein. Zwei Tage später starb er. Das bedarf der aufmerksamen Recherche, bevor darüber berichtet werden kann.

Die Beispiele und die stets zahlreichen Leserreaktionen auf solche Geschehnisse belegen die hohe Verantwortung, die Einrichtungen haben, an die sich Menschen wenden, wenn sie in Not sind oder Hilfe brauchen oder sich in Obhut begeben. Das gilt für städtische Behörden, das gilt für die Polizei etwa. Das gilt für Alteneinrichtungen, in denen Senioren menschlich gut behandelt ihren Lebensabend verbringen wollen oder müssen. Und es gilt auch für uns Journalisten, die wir mitunter Hilferufe falsch einschätzen und nicht gebührend behandeln. Und es trifft in hohem Maße eben auch auf Krankenhäuser zu.

Dass in den sechs Krankenhäusern in der Stadt gute Arbeit geleistet wird, ist unbestritten. Da werden oft Leben gerettet, wird Leben geboren, verlassen Menschen geheilt und gesund das Krankenbett, loben ihren Arzt, auch die pflegerische Betreuung, wenn sie auch unter dem Kostendruck immer schwerer wird zu leisten. Die große Resonanz auf die WAZ-Medizinforen belegt zudem, dass die Menschen auf das medizinische Wissen der Ärzte bauen.

Sie vertrauen Krankenhäusern wie Ärzten. Bei aller Konkurrenz, auch im Wissen um zunehmende Technisierung, Apparatisierung und knapper Budgetierung des Krankenausalltags: Dieses Vertrauen ist die beste Werbung, das wirksamste Qualitätsmerkmal. Um es zu schützen bedarf es eines funktionierenden Krisenmanagements, das bei Fehlern eingreift, Betroffenen hilft und Offenheit verspricht. Daran mangelt es aber immer wieder.
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Beitrag Gelsenkirchen - einmal anders gesehen! Samstag, 31. 01 2009, 23:01

Gelsenkirchen - einmal anders gesehen!

WAZ hat geschrieben:Interview

Rückblick aufs Verbraucherjahr 2008

Gelsenkirchen, 28.12.2008, Michael Muscheid, 0 Kommentare, Trackback-URL

Wie war das abgelaufene Jahr aus Verbrauchersicht?

Darüber sprach die WAZ mit Ute Helfferich, Leiterin der Beratungsstelle Gelsenkirchen der Verbraucher-Zentrale.

War 2008 ein verbraucherfreundliches Jahr?

Helfferich: Wie jedes Ding, so hat auch das Verbraucherjahr zwei Seiten. Es gab positive, aber auch negative Meldungen.

Fangen wir mit den negativen an. . .

Helfferich: Gerade die zweite Jahreshälfte war geprägt von den Themen Datenmissbrauch und natürlich Finanzmarktkrise. Was Ersteres angeht: Wir empfehlen, immer wieder zu prüfen, an wen welche Daten weitergegeben werden und dass deutlich darauf hingewiesen wird, dass die Daten nicht zu Werbezwecken weitergegeben dürfen. Was die Finanzkrise angeht, da sind viele private Anleger zutiefst verunsichert. Bank- und Sparkassenkunden fragen sich, worauf in diesen turbulenten Zeiten überhaupt noch Verlass ist. Da kommen in der Beratungsstelle viele Frage auf, etwa: Welche Anlageprodukte sind sicher? Welche Anlagen sind nicht geschützt? Oder: Soll ich jetzt so schnell wie möglich mein Geld von den Banken oder Sparkassen abziehen und unters Kopfkissen legen?

Jetzt zu den positiven Meldungen!

Helfferich: Zum Beispiel das Aus für die Glühlampe. Das ist eine alte Forderung von uns, und wir begrüßen, dass sich hier umweltbewusstes Handeln durchgesetzt hat. Positiv ist auch die Entwicklung auf dem Strom- und Gasmarkt: Hier hat der Wettbewerb hat Einzug gehalten, und die mittlerweile angelaufene Wechselbereitschaft zeigt, dass Verbraucher sensibilisiert sind, Preisvorteile zu nutzen. Und was unerlaubte Telefonwerbung angeht: Durch die kontinuierliche Arbeit der Verbraucherzentralen konnte eine breite Unterstützung der Bundesländer für den Vorschlag erreicht werden, dass alle Verträge, die durch unlautere Telefonwerbung angebahnt werden, nur dann wirksam werden, wenn sie vom Verbraucher schriftlich bestätigt werden.


Warum spricht die WAZ eigentlich nicht mit Menschen, die den "Pfennig selbst umdrehen müssen" und daher genau wissen, was "am Bach ist"?

:roll: :?:
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