Lustig1952 hat geschrieben:Wenn man mal die Bibel aufschlägt und beginnt zu lesen, so stößt man auf sehr viel Gewalt.
Fast wie im richtigen Leben!
Ich schlage mal zufällig eine Seite auf: " Sucht im Vordergetümmel der Wandelnde, ob er sie fände. Doch nicht traf er sie heil, und dem Verderben entronnen: Einige lagen bereits [..] unter der Danaer Hand der mutigen Seelen beraubt. Andre waren daheim von Geschoss und Lanze verwundet"
Nicht aus der Bibel, sondern aus Homers Ilias, Vers 760. Das hatte ich als Jugendlicher lesen müssen. Gemetzelt wird da in jeder zweiten Zeile von vorne bis hinten.
Was ist mit Max und Moritz? Wenn ich mich recht entsinne, endeten sie in einer Bröselmaschine. Alles heiter geschrieben.
K.Putt hat geschrieben:Kinder und Jugendliche wissen mit dem Märchenbuch Bibel umzugehen, zählen sie doch nicht zu den bildungsfernen Schichten.
Eine übermässige Radikalisierung unter jugendlichen Bibellesern ist nicht festzustellen, im Gegenteil,
radikale Jugendliche haben meist ein anderes Gebetsbuch auf dem Teppich liegen.
Ich stoße mich gewiss nicht an dem Begriff Märchenbuch, da sich Märchen nicht von Mythen abgrenzen lassen, und reich an Mythen ist die Bibel gewiss. Allen voran steht die Paradiesgeschichte mit ihrer Deutung des Menschwerdens, die entschlüsselt werden muss, wenn man sie verstehen will.