Media-Rick hat geschrieben:Knappe,
die Vielzahl der Religionen bedeutet nicht, dass sie verschiedene Ziele verfolgen. Der Begriff verweist zunächst auf viele Gemeinsamkeiten. Auf eine Formel gebracht vermitteln sie Sinn und Geschmack für das Unendliche. Die Menschen fühlen sich mit dem Ewigen und Göttlichen eins, und in dieser Ganzheit fallen für sie alle erlebten Gegensätzlichkeiten zusammem. Dort bilden die Welt der Ideen und die Wirklichkeit der Realität eine letzte Einheit. Da Gottheiten nur in den Prozessen der Welt erkannt werden können, werden Naturgesetze als göttliche Wirkweisen aufgefasst. Religiöse Menschen geben sich mit ihren Gefühlen diesem göttlichen Weltgrund hin und erleben darin eine tiefe Geborenheit ihres Daseins.
Aber nun zu den Unterschieden: Für Nomadenvölker spielte sich diese Daseinsgeborgenheit in ihrer Erlebniswelt ab. Die Götter waren dann in Bäumen, Steinen oder Quellen. Im antiken Griechenland und im Hinduismus entstand so der Polytheismus. Dann aber standen Götter in Konkurrenz zueinander. Die Vorstellung von der Einheit der Welt führte schließlich zum Monotheismus. Gott ist hier jene Instanz, über der nichts mehr gedacht werden kann.
Was Religionen sonst noch unterscheidet, sind verschiedene Riten und Bräuche, mit denen diese erste Wirklichkeit gefeiert wird.
Es besteht ein gigantischer Unterschied zwischen Theorie und Praxis – in Bezug auf die tatsächlich vorhandenen Religionen dieser unserer gemeinsamen Welt.
Zuerst einmal – (fast) jede Religion kapselt sich von den anderen Religionen bewusst seit bis zu mehr als 2.000 Jahren ab.
Es ist weiterhin definitiv festzustellen, dass (fast) jede der über 20 Religionen – incl. der über 500 verschiedenen Untergruppen – dieser unserer gemeinsamen Welt immer für sich in Anspruch nimmt, nur dass alleinige Vertretungsrecht in Glaubensfragen für diese Welt zu besitzen und dementsprechend auch das religiöse Ermessen ausüben darf/muss, über die beiden religiösen Antipoden – OBEN … wie Himmel u.ä. - und - UNTEN … wie Hölle u.ä. – inhaltlich schlussendlich bestimmen.
Als Umkehrschluss sei einmal vereinfacht daraus abgegriffen - wenn jede der über 20 Religionen – incl. der über 500 verschiedenen Untergruppen – ihre Ansprüche aus ihrer Existenz ableitet, das alleinige Vertretungsrecht in Glaubensfragen zu besitzen, dann muss es logischerweise auch mehr als 20 verschiedene "Gottheiten" (wie immer auch in jeder Religion der Name jenes "Überwesens" genannt wird, der/das zumindest diese unsere Welt bis hin zum Universum erschaffen hat) geben.
Zu Fragen und Nebenrisiken fragt man am besten einen Physiker seines Vertrauens.
Und weiter … es muss dementsprechend auch mehr als 20 verschiedene "OBEN" und "UNTEN" geben, weil diese ja das durch die einzelnen Religionen ihren Gläubigen versprochene "Endziel" nach dem Ende der körperlichen Existenz jedes Menschen ist.
Welche "Mittel" stehen jeden interessierten Menschen zur Verfügung, die Religionsinhalte der einzelnen/seiner Religionen mit den restlichen Religionen prüffähig zu vergleichen – falls es dem jeweiligen "Gläubigen" durch seine Religion ohne brachiale Strafen gestattet ist?
Keine - weil Vergleiche der eigenen Religion mit anderen Religionen nachweislich teilweise mit der Todesstrafe geahndet werden – auch Anno Tucktuck eine drastische Sanktionsmaßnahme in Deutschland.
Und was ist mit unseren deutschen aktuellen Grundwerten für jeden Menschen dieses unseres Landes?
Es geht ja schon mit dem Grundgesetz Artikel 1, Satz 1 als "Prüfgröße" los: "Die Würde des Menschen ist unantastbar."
Das setzt voraus, dass diese "Würde des Menschen" in jeder Religion, in jedem Staat dieser Welt inhaltlich gleichbedeutend ist und auch so durchgesetzt wird.
Ist aber nicht der Fall - weder in den jeweiligen Religionen noch in jedem Staat dieser Welt – auch nicht in unserem Staat … siehe Hartz IV wider Korruptionen der Regierung/Wirtschaft.
Somit hat jede Religion ihre politisch beabsichtigte "Narrenfreiheit" und kann in jedem Staat tun und lassen, was sie für Richtig oder Notwendig hält – und der jeweilige Staat duldet das.
Knappe